Passagiere von Schweizer Kreuzfahrtschiff auf Donau evakuiert
Ein Kreuzfahrtschiff ist in der Nacht in Bulgarien wegen des niedrigen Wasserstandes auf der Donau auf Grund gelaufen. 186 Passagiere des unter Schweizer Flagge fahrenden Schiffes wurden evakuiert.

Die unter Schweizer Flagge fahrende «Viking Ullur» sei gegen 02:20 Uhr (01:20 Uhr MESZ) etwa 25 Kilometer flussaufwärts von Vidin im Nordwesten Bulgariens auf Grund gelaufen, teilte das bulgarische Innenministerium mit.
Der Vorfall ereignete sich nachts bei eingeschränkter Sicht und wegen des niedrigen Wasserstands der Donau, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums hiess. Es fügte hinzu, dass die Bergung aus Sicherheitsgründen mithilfe eines Bootes der Grenzpolizei durchgeführt werde.
Das Schiff, das Kreuzfahrten zwischen der ungarischen Hauptstadt Budapest und Rumänien durchführt, beförderte 186 Passagiere, alles Staatsangehörige von EU-Ländern, sowie 52 Besatzungsmitglieder und Dienstpersonal. Es sollte im Hafen von Vidin einen Zwischenstopp zum Auftanken einlegen und hatte laut derselben Quelle zudem kaum noch Trinkwasser an Bord.
Ein weiteres Schiff war vom Schiffsmakler gechartert worden, um die Passagiere aufzunehmen. Es konnte sich dem gestrandeten Schiff jedoch nicht ausreichend nähern. Von der bulgarischen Polizei veröffentlichte Bilder zeigen Passagiere, die Schwimmwesten tragen und von den Rettungskräften dabei unterstützt werden, an Bord eines Bootes der Grenzpolizei zu steigen.
Während Europa in diesem Sommer mit mehreren Hitzewellen zu kämpfen hatte, verzeichnete die Donau, der zweitlängste Fluss Europas, der durch zehn Länder fliesst, in den letzten Wochen niedrige Wasserstände, die die Schifffahrt behinderten.










