Partygate-Untersuchung: Vernichtendes Ergebnis für Johnson

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    Grossbritannien,

    Ein Untersuchungsausschuss wirft Johnson vor, mehrfach die Unwahrheit gesagt zu haben. Er sollte für drei Monate Tage aus dem Unterhaus ausgeschlossen werden.

    Hatte immer wieder angegeben angegeben, es habe keine illegalen Lockdown-Partys in seinem Regierungssitz gegeben: Boris Johnson:
    Hatte immer wieder angegeben, es habe keine illegalen Lockdown-Partys in seinem Regierungssitz gegeben: Boris Johnson - Alberto Pezzali/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Untersuchungsausschuss wirft Johnson vor, mehrfach die Unwahrheit gesagt zu haben.
    • Er sollte für drei Monate Tage aus dem Unterhaus ausgeschlossen werden.
    • Johnson weist die Vorwürfe zurück.

    Ein Untersuchungsausschuss wirft Johnson vor, dem Parlament mehrfach die Unwahrheit gesagt zu haben. Der Ex-Premier sollte für drei Monate Tage aus dem Unterhaus ausgeschlossen werden. Johnson weist die Vorwürfe zurück.

    Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zu Äusserungen Johnsons im sogenannten Partygate-Skandal. Boris Johnson hat das britische Parlament nach Ansicht eines Untersuchungsausschusses wieder und wieder belogen.

    Johnson zeitweise aus dem Unterhaus verbannen

    Dem heute veröffentlichten Untersuchungsbericht zufolge wollte der Ausschuss den früheren Premierminister zeitweise aus dem Unterhaus verbannen. Johnson hätte sich wohl erneut in seinem Wahlbezirk den Wählern stellen müssen.

    Johnson kam der Sanktion in der vergangenen Woche bereits zuvor, indem er sein Mandat niederlegte. Die Strafe wäre mit der empfohlenen Dauer deutlich härter ausgefallen, als bislang angenommen.

    Der britische Premier Boris Johnson. Die Liste der mutmasslich illegalen Zusammenkünfte in der Downing Street ist lang. Foto: Tolga Akmen/PA/dpa
    Der britische Premier Boris Johnson. Die Liste der mutmasslich illegalen Zusammenkünfte in der Downing Street ist lang. - dpa-infocom GmbH

    Der Ex-Premier hatte mehrfach im Parlament angegeben, es habe keine illegalen Lockdown-Partys während der Pandemie in seinem Regierungssitz gegeben. Als das nicht mehr zu halten war, stritt er ab, Kenntnis gehabt zu haben oder selbst dabei gewesen zu sein.

    Vorwurf: Untersuchung ist politisch motiviert

    Alles stellte sich später als falsch heraus. Johnson sagte später, er habe stets nur den Stand seiner Kenntnis wiedergegeben. Doch das nahm ihm der Ausschuss nicht ab.

    Johnson reagierte verärgert auf den Bericht und stritt ab, unaufrichtig gewesen zu sein. In einer Mitteilung warf er dem Parlamentsausschuss Voreingenommenheit vor und behauptete, das Ergebnis der Untersuchung sei politisch motiviert, ihn loszuwerden. Die Feststellung, er habe das Unterhaus absichtlich in die Irre geführt, sei «Müll», schrieb er.

    «Das ist eine Lüge. Um zu diesem irrsinnigen Schluss zu kommen, muss der Ausschuss eine Reihe von Dingen sagen. Diese sind offensichtlich absurd oder den Tatsachen widersprechen», fügte er hinzu.

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