Österreich befindet sich seit Anfang Woche im Lockdown. Doch die Tourismusbranche setzt weiter auf einen baldigen Start der Wintersaison.
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Österreich will auch diesen Winter Skiferien-Gäste empfangen. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Österreichs Tourismusbranche bereitet sich auf den baldigen Wintersaison-Start vor.
  • Die Gäste seien nach bisherigen Einschätzungen zu 85 Prozent geimpft oder genesen.
  • Die Tourismusministerin geht deshalb von einer halbwegs erfolgreichen Saison aus.

Österreich setzt weiter auf einen baldigen Start der Tourismus-Wintersaison. 85 Prozent der Gäste seien nach bisherigen Einschätzungen geimpft oder genesen und erfüllten damit die wichtige 2G-Regel, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Freitag in Wien.

Unter dieser Voraussetzung sei sie überzeugt davon, dass das Land eine halbwegs erfolgreiche Saison erleben werde.

Elisabeth Köstinger
Elisabeth Köstinger Ende April in Wien. - APA/AFP

Der Wintertourismus sei für die wirtschaftliche Existenz sehr vieler Menschen in Österreich von enormer Bedeutung. «Wir werden mit aller Kraft durchsetzen, dass wir diesen Winter als Gastland offen halten können», sagte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Harald Mahrer.

Corona-Zahlen auf hohem Niveau stabilisiert

Das Land befindet sich seit Montag in einem 20-tägigen Lockdown. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat sich zuletzt auf einem sehr hohen Niveau stabilisiert. Am Freitag wurden 12'245 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gezählt. Die Lage in den Kliniken verschärfte sich nicht.

Die Regierung schnürte ein neues Bündel an Unterstützungsmassnahmen. So werde die Corona-Kurzarbeit bis Ende März 2022 verlängert, sagte Arbeitsminister Martin Kocher. Beschäftigte, die bereits zehn Monate oder länger in Kurzarbeit seien, bekämen einmalig eine Zahlung von 500 Euro netto.

Obendrein erhielten Saisonbetriebe im Tourismus eine Saisonstarthilfe von 65 Prozent des Bruttogehalts für die Einstellung von Fachkräften. Diese Regelung gelte für Mitarbeiter, die zwischen dem 3. November und dem 12. Dezember angestellt wurden oder werden. Gerade Hotels müssen zahlreiche Saisonkräfte anwerben und hatten über die grosse wirtschaftliche Ungewissheit geklagt.

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