Forschungsteam entdeckt in Genf ein neues Teilchen
Ein Forschungsteam hat am Cern in Genf ein neues Teilchen entdeckt. Die Entdeckung soll helfen, die starke Kraft, welche die Materie zusammenhält, besser zu verstehen.

Die Entdeckung wurde an der Fachkonferenz Moriond präsentiert, wie das Europäische Laboratorium für Teilchenphysik Cern am Dienstag mitteilte. Es ist bereits das 80. Teilchen, das mit dem Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collidor (LHC) entdeckt wurde.
Das neu beobachtete Teilchen mit dem Namen «Xicc+» sei wie ein Proton, das ein dramatisches «Quark-Upgrade» durchgemacht habe, schrieb Die Forschungsgruppe des Large Hadron Collider Beauty (LHCb)-Experiments in einer Mitteilung zur Entdeckung. Es gehört zur Klasse der Baryonen.
Wie ein Proton besteht aus drei Quarks. Quarks sind sogenannte Elementarteilchen – die kleinsten Bausteine von allem, was existiert. Es sind jene Bausteine der Materie, die nicht weiter zerlegt werden können. Sie bilden die Grundlage für alle anderen Teilchen und somit für die gesamte Materie im Universum.
Anders als ein Proton sind zwei der Quarks, aus denen das neu entdeckte Teilchen besteht, besonders schwere «Charm-Quarks». Das Teilchen wiegt daher rund viermal so viel wie ein gewöhnliches Proton.
Die Physikerinnen und Physiker hatten lange nach dem Teilchen gesucht. Im Jahr 2017 meldete das LHCb-Experiment die Entdeckung eines sehr ähnlichen Teilchens, bei dem nur eines der Quarks Unterschiede aufweist. Dass auch das nun entdeckte neue Teilchen existieren muss, wurde vermutet.
Mit der Entdeckung können Physikerinnen und Physiker nun ihre Theorien mit dem tatsächlichen Fund abgleichen.
Das Teilchen selbst wurde im Teilchenbeschleuniger dabei nicht direkt gemessen, wie das Cern erklärte. Es existiert nur für sehr kurze Zeit, weniger als eine Billionstel Sekunde, bevor es zerfällt. Die Detektoren des Teilchenbeschleunigers sehen die Zerfallsprodukte solcher Teilchen. Daraus können Physikerinnen und Physiker rekonstruieren, welches Teilchen vorhanden war.










