Deutschland hat über 5600 Visa für afghanische Ortskräfte ausgestellt. Auch für den Familiennachzug wurden über 1000 Bewilligungen erteilt.
Ortskraft
Ein Bundeswehrsoldat (l) und ein Dolmetscher (r) sprechen nahe Kundus mit einem Mann (Archivbild). Foto: Maurizio Gambarini/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland hat über 5600 Visa für Ortskräfte aus Afghanistan ausgestellt.
  • Auch für den Familiennachzug wurden über 1000 Einreisebewilligungen erteilt.

Deutsche Auslandsvertretungen haben einem Bericht zufolge mehr als 5600 Visa für Ortskräfte sowie besonders gefährdete Menschen in Afghanistan ausgestellt. Seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Kabul mussten diese um ihr Leben fürchten.

Allein die Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bislang 3700 Anträge genehmigt habe. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf das Auswärtige Amt. Die Botschaften in Islamabad und im indischen Neu-Delhi erteilten demnach etwa 1100 Visa im Bereich Familiennachzug.

Wegen Arbeit als Ortskraft droht Taliban-Rache

Die Taliban hatten im August nach 20 Jahren Kampf gegen die von US- und Nato-Truppen gestützte Regierung die Macht übernommen. Beim hastigen Rückzug der Bundeswehr und anderer deutscher Institutionen waren tausende einheimische Hilfskräfte in dem Land zurückgelassen worden. Die Bundesregierung bemüht sich um die Ausreise jeder Ortskraft, da viele von ihnen Racheakte der Taliban befürchten.

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