Reisende frustriert über Abläufe am Flughafen in Berlin
Trotz wieder aufgenommenem Flugbetrieb sorgt der Eisregen am Flughafen BER in Berlin weiterhin für Ärger bei vielen Reisenden.

Am Flughafen Berlin Brandenburg (D) kam es wegen anhaltenden Eisregens zu einer vorübergehenden, sicherheitsbedingten Einstellung des gesamten Flugbetriebs. Wie «rbb24» schildert, machten stark vereiste Start- und Landebahnen einen regulären und sicheren Flugbetrieb zeitweise unmöglich.
Die Unterbrechung dauerte mehrere Stunden, da umfangreiche Sicherheitskontrollen auf Rollfeldern und Betriebsflächen durchgeführt werden mussten. Nach Angaben des Flughafens hatte während dieser Phase ausschliesslich die Gefahrenabwehr Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen.
Der Flughafen wies öffentliche Kritik zurück und erklärte die Massnahmen als zwingend erforderlich. Die Flughafengesellschaft betonte , dass Sicherheitsentscheidungen nicht von betrieblichen oder finanziellen Erwägungen abhängen dürften.
Auswirkungen auf Passagiere und Flugpläne
Infolge der wetterbedingten Schliessung wurden mehrere hundert Flüge gestrichen oder mit erheblichen Verspätungen abgefertigt. Der «Tagesspiegel» berichtet von zahlreichen gestrandeten Reisenden sowie stark ausgelasteten Service- und Informationsschaltern im Terminal.
Viele Betroffene beklagten eine mangelhafte Informationslage und aussergewöhnlich lange Wartezeiten. Umbuchungen, Betreuung und Hotelregelungen für Passagiere funktionierten nur eingeschränkt.
Auch nach Wiederaufnahme des regulären Betriebs blieb der Flugverkehr deutlich beeinträchtigt. Verspätungen und einzelne Flugausfälle zogen sich bis in die späten Abendstunden hinein.
Wetterlage in Berlin und Region
Der «Deutsche Wetterdienst» warnte vor extremem Blitzeis in Berlin und Brandenburg. Solche Wetterlagen entstehen durch gefrierenden Regen, der auf stark unterkühlten Oberflächen sofort vereist.

Für Flughäfen gelten diese Bedingungen als besonders kritisch und schwer beherrschbar. Fachlich betrachtet stösst die technische Enteisung bei anhaltendem Eisregen rasch an ihre Grenzen.
Meteorologen weisen darauf hin, dass vergleichbare Wetterextreme künftig häufiger auftreten könnten. Der DWD sieht darin ein wachsendes Risiko für empfindliche Verkehrsinfrastrukturen wie Flughäfen und Bahnnetze.















