Orban: Ungarns Opposition ist Werk von Berlin und Brüssel
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban behauptet, die Oppositionspartei Tisza sei von deutschen Politikern und der EU erschaffen worden.

Nach Darstellung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban ist die Oppositionspartei Tisza, gegen die er die nächste Parlamentswahl verlieren könnte, von deutschen Politikern und der EU erschaffen worden. «Tisza ist eine Schöpfung Brüssels. Die Deutschen wissen, dass sie eine ungarische Partei brauchen», sagte Orban in Budapest in einer Rede zur Lage der Nation vor einem handverlesenen Publikum von Anhängern.
Die Deutschen, der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hätten die Partei gegründet. Orbans Partei Fidesz war im Streit um Rechtsstaatsprinzipien 2021 aus der EVP ausgetreten. Im Juni 2024 schlossen sich die Tisza-Abgeordneten im EU-Parlament der EVP-Fraktion an, der auch CDU und CSU angehören.
Am 12. April wird in Ungarn ein neues Parlament gewählt. Zum ersten Mal seit 16 Jahren läuft der 63-jährige Rechtspopulist Orban Gefahr, diese Wahl zu verlieren. Die Oppositionspartei Tisza unter der Führung von Peter Magyar liegt in den Umfragen seit Monaten vor Fidesz.














