Orban bezeichnet Ukraine in Wahlkampfrede als «Feind»

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Ungarn,

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die von Russland angegriffene Ukraine als «Feind» bezeichnet. «Die Ukrainer müssen damit aufhören, in Brüssel dauernd zu verlangen, dass Ungarn von der billigen russischen Energie abgeschnitten wird», sagte der Rechtspopulist in einer Wahlkampfrede in der westungarischen Stadt Szombathely. «Solange die Ukraine das tut, ist sie unser Feind», fügte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur MTI hinzu.

ARCHIV - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban spricht bei seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest, Ungarn. Foto: Marton Monus/-/dpa
ARCHIV - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban spricht bei seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest, Ungarn. Foto: Marton Monus/-/dpa - Keystone/-/Marton Monus

Orban gilt als engster Verbündeter des Kremlchefs Wladimir Putin in der EU. Sein Land ist in hohem Masse von russischen Gas- und Erdöllieferungen abhängig. Anders als die anderen EU-Länder unternahm Ungarn unter Orban keine ernsthaften Anstrengungen, um sich aus der russischen Energieabhängigkeit zu lösen.

Am 12. April stehen in Ungarn Parlamentswahlen an. Erstmals in seiner 16-jährigen Amtszeit sieht sich Orban einem chancenreichen Herausforderer gegenüber. Der bürgerlich-konservative Peter Magyar, ein Renegat aus den eigenen Reihen, liegt mit seiner Tisza-Partei in den Meinungsumfragen seit mehr als einem Jahr deutlich vor Orbans Fidesz-Partei.

Kommentare

User #6117 (nicht angemeldet)

Der Gegenkandidat Magyar wird nichts erreichen. Die Fidesz von Präsident Orban bereitet eine mögliche Koalition mit " A mi haszank" (Unsere Heimat) vor.

User #4742 (nicht angemeldet)

Orban vertritt seine Meinung und nicht sein Volk! Das ungarische Volk denkt anders.

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