Online-Ausstellung zu Wiener Secession und Fotografie
Was hatten Gustav Klimt oder Koloman Moser mit der Fotografie am Hut? In einer neuen Online-Ausstellung «Brennpunkt Moderne: Die Wiener Secession und die Fotografie» zeichnet die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) die enge Verbindung zwischen bildender und abbildender Kunst rund um die Secessionisten nach.

Die unabhängige «Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession» wurde 1897 gegründet. Sie versammelte in einem eigens dafür errichteten Ausstellungshaus die Speerspitze des Wiener Kunstschaffens. Präsident war Gustav Klimt. Und die Idee: Die Künstlerinnen und Künstler wollten mit dem damals hoch im Kurs stehenden Historismus bewusst brechen.
Zum erweiterten Netzwerk zählten auch führende Vertreterinnen und Vertreter der zeitgenössischen Kunstfotografie. «Die Avantgarde der Fotografie traf hier auf die Avantgarde der bildenden Kunst», heisst es in den Unterlagen zur Schau.
Die präsentierten Aufnahmen dokumentieren historische Ausstellungen auf beeindruckende Weise: Sie erlauben einerseits die Rekonstruktion der gezeigten Kunstwerke, andererseits geben zahlreiche Innenaufnahmen einen detaillierten Einblick in die puristisch-reduzierten Präsentationsformen der damaligen Zeit. Sie können als Vorläufer vieler innovativer und moderner Ausstellungskonzepte der Gegenwart gesehen werden.
Persönliche Verbindungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern werden ebenso nachvollziehbar gemacht wie die Rolle der Fotografie in Ausstellungen und Kunstpublikationen wie der Zeitschrift der Wiener Secession, «Ver Sacrum».
Ausgangspunkt für die Online-Ausstellung ist das aus 700 Bildoriginalen bestehende Archiv der Secession, das die ÖNB 1951 übernommen hat und das nun digital zugänglich ist.
https://ausstellung.onb.ac.at/online-ausstellungen/brennpunkt-modern e-die-wiener-secession-und-die-fotografie














