Niederlande: Darum wird die Regierungsbildung schwierig
Gemäss dem vorläufigen Ergebnis gewinnt die linksliberale D66 die Parlamentswahl in den Niederlanden. Wilders Partei PVV landet auf Platz zwei.

Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt die D66 uneinholbar vorn. Sie erhält etwa 27 Sitze im 150-köpfigen Parlament, berichtet die «Tagesschau».
Die rechtspopulistische PVV von Geert Wilders folgt mit 26 Mandaten, deutlich weniger als 2023, berichtet der Wahldienst der Nachrichtenagentur «ANP».
Regierungsbildung gestaltet sich schwierig
D66-Spitzenkandidat Rob Jetten sprach von «einer grossen Verantwortung». Er sieht im Wahlsieg ein Zeichen, dass Rechtspopulisten in Europa besiegt werden könnten, so eine AFP-Meldung.
Trotz Sieg wird die Regierungsbildung für Jetten kompliziert. Das Parlament ist stark fragmentiert.
Niederlande: Verhandlungen meist komplex
Es braucht oft eine Koalition aus mindestens vier Parteien, um die für eine Mehrheit nötigen 76 Sitze zu erreichen. Dies macht die Verhandlungen komplex und zeitaufwendig, wie «Bundeszentrale für politische Bildung» erklärt.
Nach der Parlamentswahl 2025 liegt die linksliberale D66 zwar vorne. Doch wegen der Vielzahl kleiner Parteien und der ablehnenden Haltung vieler gegenüber Geert Wilders wird eine stabile Regierungssammlung herausfordernd.
Zusammenarbeit wird auf beiden Seiten abgelehnt
Wilders lehnt eine Zusammenarbeit ab und stellt das Wahlergebnis in Frage. Er kündigt Widerstand gegen die neue Regierung an und weist auf angebliche Unregelmässigkeiten hin, ohne Belege, berichtet «Kurier».

Zudem erschweren politische Differenzen, insbesondere bei Migration und Klima, die Bildung. Die Verhandlungen benötigen oft Monate und werden durch Rücktritte, wie beim Vermittler der Regierungsgespräche, zusätzlich belastet, analysiert die «Deutsche Welle».
Damit ringen die Parteien um Kompromisse, um eine arbeitsfähige Regierung zu stellen.
Bedeutung für Europa
Der Wahlsieg der D66 gilt als wichtiger Stimmungsindikator gegen Rechtspopulismus. Beobachter bewerten den Erfolg der Niederlande als Signal für politischen Wandel in Europa.
D66 will den Fokus auf Breitenpolitik und Zusammenarbeit legen. Die künftige Regierung der Niederlande soll laut Jetten politische Spielchen hinter sich lassen und effektiv handeln.












