Weltstrafgericht startet Ermittlungen gegen Belarus

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Niederlande,

Die Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs haben gegen Belarus ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Deportationen von Regimekritikern eingleitet.

ARCHIV - Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag (Archivbild). Foto: Peter Dejong/AP/dpa
ARCHIV - Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag (Archivbild). Foto: Peter Dejong/AP/dpa - Keystone/AP/Peter Dejong

Nach einer umfassenden Untersuchung gebe es den begründeten Verdacht, dass Belarus Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen habe, teilte die Anklage in Den Haag mit.

Der Verdacht richte sich gegen hochrangige Regierungsmitglieder. Sie sollen politische Gegner seit 2020 deportiert haben. «Die Anklage ist zu dem Schluss gekommen, dass die mutmasslichen Verbrechen der Behörden von den höchsten Ebenen der Regierung ermutigt oder gebilligt wurden.»

Die politischen Gegner sollen nach Angaben der Anklage möglicherweise nach Litauen deportiert worden sein. Litauen ist Vertragsstaat des Gerichts, Belarus aber nicht. Das Gericht darf nur dann ermitteln, wenn mindestens ein Vertragsstaat betroffen ist oder wenn es vom UN-Sicherheitsrat dazu beauftragt wurde. Litauen hatte die Ermittlungen auch beantragt.

Die Ankläger hatten die Vorwürfe seit September 2024 untersucht. Die Ankläger können bei einem begründeten Verdacht Haftbefehle beantragen. Die müssen von Richtern bestätigt werden.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

kerzers crans
56 Interaktionen
Tourismus
bus
59 Interaktionen
Experte erklärt

MEHR IN NEWS

macbook neo
1 Interaktionen
Wettbewerb
sdf
1 Interaktionen
Auf eigene Faust

MEHR AUS NIEDERLANDE

heizkosten
19 Interaktionen
Wegen Iran-Krieg
geldwäsche der schweiz
1 Interaktionen
Den Haag
Meeresspiegel
8 Interaktionen
Wageningen
gaspreis
1 Interaktionen
Amsterdam