Vor dem Berliner Landgericht beginnt am Donnerstag (11.00 Uhr) die Neuauflage eines Prozesses um einen tödlichen Stoss vor eine U-Bahn.
Statue von Justitia
Statue von Justitia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Oktober 2019 soll L. einen anderen Mann nach einem Streit um Drogen im U-Bahnhof Kottbusser Tor ins Gleisbett geschubst haben..

Der 28-jährige Zakaria L. muss sich erneut vor Gericht verantworten, weil der Bundesgerichtshof (BGH) im März ein erstes Urteil in dem Fall aufhob. Im Mai vergangenen Jahres hatte das Landgericht den mutmasslichen Täter in einem ersten Prozess wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Im Oktober 2019 soll L. einen anderen Mann nach einem Streit um Drogen im U-Bahnhof Kottbusser Tor ins Gleisbett geschubst haben. Das Opfer wurde von einer einfahrenden U-Bahn erfasst und erlag seinen Verletzungen. Nach dem ersten Urteil des Landgerichts sollte der Angeklagte auch in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden. Einen bedingten Tötungsvorsatz lehnte die Kammer damals ab, zudem verneinte sie die Vollendung der Körperverletzung mit Todesfolge. Diese Einschätzungen seien rechtsfehlerhaft gewesen, entschied der BGH und gab den Revisionen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage statt.

Mehr zum Thema:

Gericht Drogen Haft Bahn