Die Nato plant die Einrichtung von Aufnahmelagern für ausgeflogene afghanische Helfer. «Wir diskutieren unterschiedliche Orte für die vorübergehende Unterbringung von Afghanen», sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag nach Beratungen der Aussenminister der Bündnisstaaten. Mehrere Alliierte hätten zudem bereits ihre Bereitschaft signalisiert, auch längerfristig frühere afghanische Helfer der Nato aufzunehmen.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Ende August in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Ende August in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Angaben von Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) wird bereits jetzt der riesige US-Militärstützpunkt im pfälzischen Ramstein als Drehkreuz für die Evakuierung von Schutzsuchenden aus Afghanistan genutzt.

Zudem soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter anderem eine Aufnahmeeinrichtung im Kosovo geben. Darüber berichtete auch der «Business Insider».

Nach Angaben von Stoltenberg arbeiteten zuletzt noch an die 200 Afghanen für die Nato. Hinzu kommen zum Beispiel die Mitarbeiter, die für die nationalen Kontingente tätig waren und noch ausgeflogen werden müssen.

Um die Menschen in Sicherheit zu bringen, sollen sie zunächst vom Flughafen in Kabul nach Katar oder Kuwait gebracht werden. Von dort aus geht es dann weiter nach Europa. Die vorübergehenden Unterkünfte sollen in bereits existierenden Militäreinrichtungen aufgebaut werden.

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