NATO

Nato-Jets mit vielen Alarmstarts wegen russischer Flugzeuge

DPA
DPA

Deutschland,

Zum Schutz ihres Luftraums lässt die Nato Kampfjets starten, um festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht. In diesem Jahr gab es deshalb Hunderte Einsätze - die meisten aus dem immer gleichen Grund.

jets
Ein deutsches und ein britisches Kampfflugzeug bei einem «Air Policing»-Einsatz: Berlin weitet den Einsatz zum Schutz des polnischen Luftraums aus. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Kampfflugzeuge der Nato haben in diesem Jahr bereits mehr als 400 Alarmstarts absolviert.

Wie das Verteidigungsbündnis mitteilte, ging es bei 350 der Einsätze um die Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge.

Russische Militärflugzeuge übermittelten oft keine Angabe ihrer Position und Höhe, legten keinen Flugplan vor oder kommunizierten nicht mit Fluglotsen, hiess es von der Nato. Dies stelle ein potenzielles Risiko für zivile Flugzeuge dar. Im Vergleich zu 2019 sei die Zahl der russlandbezogenen Alarmstarts 2020 leicht angestiegen.

Bei Alarmstarts müssen Jagdflugzeuge aus Nato-Staaten innerhalb weniger Minuten in der Luft sein, um zum Beispiel durch Sichtkontakt festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht. Notfalls könnte dieses dann mit Gewalt aufgehalten werden. Die Einsätze werden in den allermeisten Fällen wegen russischer Flugzeuge geflogen. Nur selten geht es um Militärflugzeuge anderer Staaten oder nicht sofort identifizierbare Passagier- oder Frachtmaschinen.

Die Bundeswehr ist regelmässig im Rahmen des verstärkten «Air Policing» der Nato im Baltikum an der Überwachung russischer Flugzeuge beteiligt. Derzeit sind dafür bis zu sechs deutsche Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter im estnischen Ämari stationiert. Das verstärkte «Air Policing» im Baltikum war 2014 nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs begonnen worden - vor allem auf Wunsch der östlichen Bündnispartner Litauen, Lettland und Estland.

«In den vergangenen Jahren haben wir eine zunehmende russische Militärflugtätigkeit an den Grenzen des Bündnisses erlebt», kommentierte Nato-Sprecherin Oana Lungescu. Das «Air Policing» sei ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzeptes für die Bündnisstaaten.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Crans-Montana
Brand-Katastrophe
SRF
51 Interaktionen
«Tagesschau»

MEHR IN NEWS

Barack Obama
41 Interaktionen
Während Amtszeit
Venezuela Trump
927 Interaktionen
Nach Maduro-Festnahme
Stadtpolizei Winterthur
13 Interaktionen
Winterthur ZH
Dimitri Medwedew
96 Interaktionen
«Neonazi»

MEHR NATO

27 Interaktionen
Brüssel
130 Interaktionen
Brüssel
Narva Estland Russland Nato
54 Interaktionen
In Estland
ukraine
189 Interaktionen
Nato-Rutte warnt

MEHR AUS DEUTSCHLAND

3 Interaktionen
Berlin
Collien Fernandes
17 Interaktionen
Ganz ehrlich
sf
92 Interaktionen
Berlin ohne Strom
37 Interaktionen
Berlin