Wolf

Nach Angriff: Wolf ist in Wildtierstation in Niedersachsen

Keystone-SDA
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Deutschland,

Der eingefangene Wolf, der laut Behörden in Hamburg eine Frau verletzt hat, ist in eine Wildtierauffangstation in Niedersachsen gebracht worden. Dort habe er ein «neues vorläufiges Zuhause» gefunden, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde der Deutschen Presse-Agentur.

Passanten gehen durch die Einkaufspassage in Hamburg, wo ein Wolf am Montag eine Frau verletzt hat. Foto: Marcus Brandt/dpa
Passanten gehen durch die Einkaufspassage in Hamburg, wo ein Wolf am Montag eine Frau verletzt hat. Foto: Marcus Brandt/dpa - Keystone/dpa/Marcus Brandt

«In Absprache mit Tierschutzexpertinnen und -experten wurde entschieden, dass der Wolf vorläufig in einer Wildtierauffangstation in Niedersachsen unterkommt.» Um welche Station es sich handelt, sagte er nicht. Es sei auch nicht klar, ob der Wolf dort dauerhaft bleiben könne.

Das Tier war am vergangenen Wochenende zunächst am westlichen Hamburger Stadtrand gesehen worden. Nach Behördenangaben tauchte es dann am Montag in eine Einkaufspassage im dicht besiedelten Stadtteil Altona auf.

Dort kam es dann laut den Behörden zu dem Vorfall mit der Frau. Nach dpa-Information war dem Tier der Weg aus der Passage heraus durch gläserne Automatiktüren versperrt. Die Frau habe dem Tier helfen wollen.

Wie Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagte, wurde die Frau durch das Tier verletzt. «Wir haben nun das erste Mal die Situation, dass wir eine durch Wolf verursachte Bissverletzung haben», sagte sie. Das Bundesamt für Naturschutz sprach vom ersten Fall seit der «Etablierung» des Wolfes im Jahr 1998. «Seit der Rückkehr der Art nach Deutschland wurde kein Mensch durch einen Wolf verletzt», so das Bundesamt.

Zur Schwere der Verletzung machte die Senatorin keine Angaben. Die Frau habe das Krankenhaus aber nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen können.

Fegebank geht von einer «Angstreaktion» des Tieres aus. Der Wolf habe sich über anderthalb Tage «vollkommen arttypisch» verhalten und «sich eher vorsichtig und menschenscheu» bewegt, sagte sie. «Und dann treibt es ihn mitten in das urbane Zentrum.»

Der Wolf war nach dem Vorfall in Altona noch bis in die Innenstadt gelaufen und dort am Jungfernstieg von der Polizei eingefangen worden. Bis zu seinem Transport nach Niedersachsen war er im Wildgehege Klövensteen im Westen Hamburgs untergebracht und tiermedizinisch versorgt worden.

Nach Angaben von Umweltstaatsrätin Stefanie von Berg (Grüne) könne man davon ausgehen, dass der Wolf auf der Suche nach einem neuen Revier in die Stadt gekommen sei und dann die Orientierung verloren habe. «Das ist die Erklärung dafür, dass er immer weiter rein gegangen ist, anstatt umzudrehen», sagte sie.

Am Nachmittag waren nach Angaben Fegebank auch eine Tötung des Tieres sowie seine Freilassung als mögliche Optionen mit Experten beraten worden. Mit Blick auf eine mögliche Wiederholung eines solchen Vorfalls sagte sie: «Das ist eine Situation, die ich mir nicht verzeihen würde.»

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Kommentare

Wolverine

In der anderen Kommentarspalte hat jemand geschrieben dass das ja einmal passieren muss. Einfach nur lächerlich. Ich schreibe den Nickname extra nicht , sonst wird dieser Text auch wieder gelöscht. Nur so nebenbei an denjenigen der mir auf die Finger schaut, während ich das hier texte . So nun endlich zurück zum Thema; die Angstreaktion des Wolfes war und ist vollkommen klar, normal und vollkommen natürlich. Oder wie würden sich alle die Gegner in einer fremden Umgebung fühlen, verhalten, bewegen???????????? Und das erst noch ganz alleine????!! Schwerverletzte Frau und nach ambulanten Massnahmen das Spital wieder verlassen??????? Das Ganze ist mehr als komisch. Die Helfende in Ehren , aber warum hat sie nicht auf die zuständige Behörde gewartet? Aber andererseits verstehe sie auch , wenn sie aus der gleichen Motivation heraus gehandelt hat, wie ich es würde. Nämlich das dieser Wolf an Ort und Stelle erschossen wird. Der Mensch ist grundsätzlich so etwas von neben der Spur ist, in Sachen Natur. Weil wenn ich das mit der Situation in der Schweiz vergleiche, muss man so denken.

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