150'000 Franken für Crans-Opfer gesammelt – Geld nicht auffindbar
Bei einem Benefizkonzert am 22. April in Lausanne wurde offiziell Geld für die Opfer von Crans-Montana gesammelt. Doch die Betroffenen haben nichts erhalten.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Benefizanlass «Aux cœurs de Crans» hat 150'000 Franken generiert.
- Doch das Geld ist bisher nicht dorthin geflossen, wo es sollte.
- Ein Mitorganisator war 2018 verurteilt worden.
Fast 2000 Personen kamen vier Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS zum Benefizkonzert «Aux coeurs de Crans» in Lausanne zusammen.
Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und aus Frankreich traten ohne Gage auf, darunter der ehemalige ESC-Teilnehmer Gjon's Tears.

Doch nun die Ernüchterung: Die Einnahmen des Gedenkkonzerts für die Opfer von Crans-Montana sind laut der «SonntagsZeitung» bisher nicht abgerechnet worden.
Durch den Ticketverkauf sollten mehr als 150'000 Franken dem Verein Swisshearts und damit Hinterbliebenen und Schwerverletzten der Brandkatastrophe zugutekommen.
Bisher hätten die Betroffenen aber nichts davon erhalten.
Organisatoren verweigern Auskunft
Dabei waren die Tickets nicht günstig. Sie waren ab 90 Franken erhältlich. Under den Zuschauern am Konzertabend vom 22. April 2026 befanden sich neben Opfern und Angehörigen der Verstorbenen auch zahlreiche Besucher.
Swisshearts habe den Event gemeinsam mit der Agentur Only On Live veranstaltet. Die Veranstalter hätten eine Auskunft verweigert, schreibt die Zeitung.
Anfragen bei Swisshearts liefen offenbar ins Leere. Einer der Mitveranstalter des Konzerts sei in Paris schon mehrmals verurteilt worden, 2018 wegen «Vertrauensmissbrauch».
Es handelt sich dabei um Olivier Uzan, ein aus Frankreich stammender Immobilienhändler. Bereits 2005 sei er wegen Behinderung von Betrugsermittlungen auffällig geworden.














