Ein missglückter Tauschhandel mit der Polizei hat einem mutmasslichen Drogendealer in Köln eine Wohnungsdurchsuchung eingebracht.
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Blaulicht - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Durchsuchung fördert in Köln Hinweise auf Drogenhandel und scharfe Waffe zutage.

Der 20-Jährige versuchte am Montag, ein von einem Streifenwagen gestohlenes Kennzeichen gegen zwei auf der Wache beschlagnahmte Handys zu tauschen, wie die Kölner Polizei am Dienstag mitteilte. Die beiden Smartphones hatte er zuvor auf der Flucht vor Beamten verloren.

Der geplante Tauschhandel mündete schliesslich in einer Wohnungsdurchsuchung, bei der die Polizisten neben Hinweisen auf Drogenhandel auch eine scharfe Schusswaffe fanden. Ein Streifenteam war zuvor auf den 20-Jährigen aufmerksam geworden, als dieser beim Anblick der Beamten mit einem E-Roller flüchtete. Dabei fielen ihm die beiden Handys aus der Tasche. Wenig später erschien der Tatverdächtige auf einer Polizeiwache und bot im Tausch dafür das vermisste Polizeikennzeichen an.

In der Zwischenzeit gingen auf den Telefonen Nachrichten ein, die laut Polizei Drogenhandel vermuten liessen. Bei der Durchsuchung des Elternhauses des 20-Jährigen fanden die Beamten eine stark nach Marihuana riechende Dose und eine scharfe Pistole. Für den Vater und den Bruder des Tatverdächtigen endete der Versuch, die Durchsuchung noch zu verhindern, im Polizeigewahrsam. Gegen sie wird nun wegen Widerstands beziehungsweise wegen Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

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