Der russische Journalist und Nobelpreisträger Dmitri Andrejewitsch Muratow hat seine Nobelpreis-Medaille für rund 100 Millionen Dollar versteigert.
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Der Friedensnobelpreisträger und Journalist Dmitri Andrejewitsch Muratow. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Dmitri Muratow hat seine Nobelpreis-Medaille für über 100 Mio. Dollar versteigert.
  • Der Erlös kommt dem Kinderhilfswerk Unicef und Ukraine-Flüchtlingen zugute.
  • Muratow hat den Kreml wegen des Ukraine-Kriegs mehrmals kritisiert.

Die Friedensnobelpreis-Medaille des russischen Journalisten und Regierungskritikers Dmitri Andrejewitsch Muratow ist für 103,5 Millionen US-Dollar versteigert worden. Das Geld sei bereits überwiesen worden, bestätigte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas am Montagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur. Medienberichten zufolge handelt es sich um den höchsten Preis, der jemals für eine Nobelpreismedaille gezahlt wurde.

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Die 23-karätige Goldmedaille des russischen Journalisten Dmitri Muratow wurde versteigert. - Eduardo Munoz Alvarez/AP/dpa

In der Auktionsankündigung hiess es, der Erlös solle über das UN-Kinderhilfswerk Unicef Geflüchteten aus der Ukraine zugutekommen. Gebote wurden seit Anfang Juni online angenommen.

Muratow, Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung «Nowaja Gaseta», hatte bereits im März angekündigt, seine Alfred-Nobel-Medaille versteigern zu lassen. Der 60-Jährige hatte im vergangenen Jahr zusammen mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa den Friedensnobelpreis bekommen. Damit verbunden war auch ein Preisgeld von mehr als 960'000 Euro. Dmitri Andrejewitsch Muratow spendete seinen Anteil für soziale Zwecke.

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Dmitri Andrejewitsch Muratow mit seiner Nobelpreis-Medaille. (Archivbild) - Keystone

Muratow hat den Krieg von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine wiederholt kritisiert. In Russland hatte die «Nowaja Gaseta» ihr Erscheinen unter dem Druck der Behörden ausgesetzt.

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