Moskau im Kriegswinter – Alltag, Kontrolle und neue Signale

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Russland,

Moskau wirkt im vierten Kriegswinter erstaunlich stabil, doch Politik, Wirtschaft und Sicherheit stehen weiter unter Druck.

Moskau
Die russische Hauptstadt Moskau im Winter. - keystone

Moskau zeigt im vierten Kriegswinter kaum sichtbare Kriegsschäden im Stadtbild, obwohl der Konflikt weiter anhält. Drohnen schlugen praktisch nie ein, schildert «der Freitag».

Auch wirtschaftliche Notzeichen dominieren den Alltag vieler Menschen nicht, obwohl Sanktionen langfristige Folgen haben können. Es gebe keine Lebensmittelknappheit.

Gleichzeitig verändert sich das Bild in der Innenstadt, weil europäische Touristen weitgehend verschwunden sind. Besuchergruppen aus China seien besonders präsent.

Neue Besucher und sichtbare Verschiebungen

Diese Entwicklung hat auch konkrete Zahlen, die den Wandel für Moskau greifbarer machen und politisch mitgedeutet werden. Von Januar bis September 2025 seien 1,4 Millionen Chinesen nach Russland gereist, nennt «der Freitag».

Glaubst du, dass sich die Lage in Moskau auch im Alltag weiter verändern wird?

Rund eine halbe Million davon habe Moskau besucht, was die stärkere Präsenz chinesischer Gruppen im Zentrum erklärt. Diese Zahl wird im Zusammenhang mit dem Tourismus hervorgehoben.

Der Alltag wirkt damit internationaler, aber zugleich stärker kontrolliert und weniger von offener Debatte geprägt. Politische Proteste seien im Stadtbild praktisch verschwunden.

Kameras, Ordnung und diplomatische Signale in Moskau

Sichtbar ist vor allem die konsequente Sicherheitslogik im öffentlichen Raum und in vielen Gebäuden. Kameras überwachten die Stadt rund um die Uhr, berichtet «der Freitag».

Bürgermeister Sergej Sobjanin verweist auf sinkende Kriminalitätszahlen und nennt eine halbierte Mordrate. Auch Einbrüche und Autodiebstähle seien um 75 Prozent zurückgegangen.

moskau
In Moskau prägen Kameras die Sicherheit, und die Mordrate sowie Einbrüche und Autodiebstähle sind gesunken. - keystone

Auf internationaler Ebene bleibt die Stadt zugleich ein zentraler Ort politischer Gespräche, selbst wenn vieles diskret vorbereitet wird. Wie der «SRF» berichtet, plant der US-Sondergesandte Steve Witkoff auch eine Reise in die russische Hauptstadt.

Kommentare

User #8486 (nicht angemeldet)

Schon Mal Bilder aus Kamschatka dieser Tage gesehen? Einfach Irre diese Schneemengen.

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