Minions-Fanartikel: EU-Millionenbusse gegen Filmstudio NBCUniversal

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Belgien,

Die EU-Kommission hat das US-Filmstudio NBC Universal mit einer Millionenbusse belegt, weil es den Verkauf lizenzierter Fanartikel zu Filmen wie «Minions» und «Jurassic World» in Teilen Europas beschränkt hat.

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Minion - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Firma verhinderte Verkauf lizenzierter Ware in Teilen Europas.

Das Studio und weitere Firmen der Comcast-Gruppe müssten eine Strafe von 14,3 Millionen Euro zahlen, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Grund sind Klauseln, die Lizenzhändlern den Verkauf ausserhalb zugewiesener Gebiete und über das Internet untersagten oder auf bestimmte Kundengruppen begrenzten.

«Die Strategie von NBCUniversal, Händler am kundengruppen- und grenzüberschreitenden Verkauf von Lizenzware zu hindern, verstösst gegen die EU-Kartellvorschriften», sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. «Solche Verkaufsbeschränkungen untergraben die Grundlagen des EU-Binnenmarkts und können nicht hingenommen werden.»

Die Strafe bezieht sich auf die Praktiken zwischen 2013 bis 2019 im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), dem auch die Nicht-EU-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein angehören. Betroffen waren demnach auch Fanartikel mit Bildern und Figuren aus anderen NBCUniversal-Filmen. Da das Studio die Verstösse einräumte und mit der Kommission zusammenarbeitete, bekam das Unternehmen einen Nachlass von 30 Prozent bei der Geldbusse.

Von den Praktiken betroffene Händler und Firmen könnten unabhängig von der Geldbusse auf Schadenersatz in den Mitgliedstaaten klagen, erklärte die Kommission. Ihr Strafbeschluss könne in den Verfahren als «bindender Nachweis» genutzt werden, «dass das Verhalten stattgefunden hat und rechtswidrig war».

Wegen der Beschränkung des Verkaufs auf bestimmte Länder hatte die Kommission im März 2019 bereits den Sportartikel-Hersteller Nike mit einer Strafe von 12,5 Millionen Euro belegt. Im Juli folgte das japanische Unternehmen Sanrio, das den grenzüberschreitenden Verkauf von «Hello Kitty»-Artikeln einschränkte. Es musste 6,2 Millionen Euro zahlen.

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