Milliarden für den Wiederaufbau: Der deutsche Hilfsfonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli vor allem im Westen des Landes ist unter Dach und Fach.
Flut Deutschland
Weil ihre Häuser zerstört wurden, hier in Ahrweiler im Bundesland Rheinland-Pfalz, müssen sich viele Menschen in Deutschland in Notunterkünfte begeben. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Mindestens 190 Menschen sind in den Fluten in Deutschland ums Leben gekommen.
  • Mehrere Ortschaften wurden durch das Wasser komplett zerstört.
  • Nun beschliesst die Politik finanzielle Hilfen für die Opfer.

Geldsegen nach der Mega-Flut: Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat zu den finanziellen Hilfen für Hochwasseropfer zu. Insgesamt sollen für den Wiederaufbau in den nächsten Jahren bis zu rund 30 Milliarden Euro ausgezahlt werden.

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Hochwasser: Nach starkem Regen überfluteter Biergarten im bayerischen Strasslach. Foto: Sven Hoppe - dpa-infocom GmbH

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sprach von einem wichtigen Signal. Der Schmerz und Verlust der Menschen wiege unfassbar schwer. «Wir geben das Versprechen, das niemand vergessen wird.»

Der Wiederaufbau werde eine Herkulesaufgabe. Der nordrhein-westfälische Regierungschef Armin Laschet sagte, viele Menschen hätten in den Flutregionen geholfen. Die Zivilgesellschaft habe sich bewährt.

190 Tote nach Mega-Flut in Deutschland

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen regelrecht weggerissen oder verwüstet. Bislang wurden rund 190 Tote gezählt, mehrere Menschen gelten noch immer als vermisst.

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Ein Helfer beseitigt Trümmer nach dem Hochwasser in Deutschland. - dpa

16 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds sollen noch in diesem Jahr fliessen. Zwei Milliarden Euro für die Wiederherstellung der Bundes-Infrastruktur wie Autobahnen und Brücken trägt der Bund allein.

Die restlichen 28 Milliarden werden hälftig zwischen Ländern und Bund geteilt. Dabei müssen die Länder ihren Anteil aber nicht sofort zahlen. Erst einmal streckt der Bund das Geld vor, die Länder stottern ihre Hälfte dann über einen Zeitraum von 30 Jahren beim Bund ab.

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