Letzter Rettungsversuch? Bagger soll Wal an Ostseeküste befreien

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Es könnte der letzte Versuch sein, den an der deutschen Ostseeküste auf Grund liegenden Buckelwal zu befreien: Ein grosser Saugbagger wurde auf den Weg gebracht, wie Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.

    dpatopbilder - Der gestrandete Wal liegt im Wasser der Ostsee vor der Seebrücke am Hafen Niendorf. Foto: Marcus Brandt/dpa
    dpatopbilder - Der gestrandete Wal liegt im Wasser der Ostsee vor der Seebrücke am Hafen Niendorf. Foto: Marcus Brandt/dpa - Keystone/dpa/Marcus Brandt

    Er soll eine Rinne in den Sand vor dem Kopf des Wals graben. So müsse sich das Tier nicht drehen, um wegkommen zu können, erklärte Mannheimer. Ob der Bagger heute noch oder erst morgen zum Einsatz kommt, war zunächst unklar.

    Anders als in den Tagen zuvor war am Mittwoch kein regelmässiges Brummen des Wals mehr zu hören. Experten hatten auch von Hautveränderungen im Zuge der Strandung gesprochen. Nach Einschätzung von Experten des Deutschen Meeresmuseums sind die Überlebenschancen gering: «Der Gesundheitszustand des Wals ist besorgniserregend, sowohl seine Haut als auch den Allgemeinzustand betreffend», hiess es am Dienstag schon.

    Messungen haben ergeben, dass der vor dem Ort Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) liegende Buckelwal grösser ist als zunächst angenommen: Er sei wohl zwischen 12 und 15 Metern lang und wiege geschätzt rund 15 Tonnen, sagte Joseph Schnitzler vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Bei einem so massiven Tier ist es umso schwieriger, es wieder in tieferes Wasser zu bringen. In der Ostsee gibt es auch keine deutliche Tide, die den Wal wieder in tieferes Wasser spülen könnte.

    Der Buckelwal war Montagmorgen auf der Sandbank entdeckt worden. Am Dienstag war ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. «Leider hat sich herausgestellt, dass der Sand zu fest ist», erklärte ITAW-Walexpertin Stephanie Gross. Zuvor waren bereits andere Versuche fehlgeschlagen. Zwar gelang es, den Wal in Richtung der tieferen Fahrrinne zu drehen, frei kam er aber nicht.

    Auch Versuche, mit Polizeibooten Wellen zu machen, damit sich der Wal freischwimmen kann, brachten nichts. Um dem Wal nicht weiteren Stress zu verursachen, waren die Versuche dann zunächst abgebrochen worden. Doch auch die Hoffnung, dass sich das Tier mit dem Hochwasser in der Nacht zu Dienstag freischwimmen könnte, erfüllte sich nicht.

    Etwa hundert Meter vor der Seebrücke, neben der der Wal gestrandet ist, stehen Absperrungen und Polizei. Auf der Ostsee zeigen sich am Mittwoch weisse Schaumkronen. Es ist stürmisch, eiskalt und regnerisch – vermutlich deshalb sind nur wenige Schaulustige hinter den Absperrungen zu sehen.

    Etwa jede Minute ist zu sehen, wie der Wal atmet und eine kleine Fontaine von seinem Kopf in die Höhe spritzt. Sein Rücken ragt aus dem Wasser. Hin und wieder lassen sich Seevögel nieder, die dem Wal etwas vom Rücken picken.

    Buckelwale können nach Expertenangaben bis zu etwa 30 Tonnen Gewicht erreichen und haben eine Lebenserwartung von bis zu 90 Jahren. Kennzeichnend für die Art sind die langen, Flipper genannten Brustflossen, die ein Drittel der Körperlänge erreichen.

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    Kommentare

    User #2073 (nicht angemeldet)

    Jawohl, zieht mal den Waal ins Meer zurück.

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