Holländer 50-Millionen-Freizeitpark wird wohl nie eröffnet
Millionen investiert, doch kein einziger Besucher: Der Freizeitpark «Rivoli» in Rotterdam wird seit 14 Jahren gebaut – jetzt droht dem Projekt das Aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Freizeitpark in Rotterdam (NL) bleibt seit Jahren leer.
- Trotz der Investition von rund 50 Millionen Franken steht der «Rivoli»-Park vor dem Aus.
- Die Stadt will den laufenden Vertrag nicht verlängern.
Statt Adrenalin und Action herrscht gähnende Leere: Ein Freizeitpark mitten in Rotterdam (NL) steht still.
Auf rund 25’000 Quadratmetern stehen zwar mehrere Attraktionen. Doch weder Achterbahn noch Riesenrad wurden je genutzt – und das seit Jahren.
Dem Freizeitpark «Rivoli» droht jetzt sogar das endgültige Aus, wie die «Bild» berichtet. Und das, obwohl Hennie van der Most bereits rund 50 Millionen Franken investiert hat.
Van der Most, auch bekannt als «König der Freizeitparks», steckt hinter dem Projekt. Schon in den 1990er-Jahren machte er aus einer stillgelegten Anlage in Kalkar das erfolgreiche «Wunderland».
Mehrere Probleme auf dem Areal
Mit «Rivoli» wollte er den nächsten grossen Wurf landen. Doch laut seinem Manager Han Groot Obbink gab es immer wieder Probleme.
«Hier war eine Müllverbrennungsanlage. Es dauerte schon einige Jahre, um den Boden zu sanieren und das Gebäude für den Umbau herzurichten.» So der Manager zur «Bild». Genehmigungen hätten sich verzögert und für einige Attraktionen seien gar keine erteilt worden.
Dann kamen weitere Rückschläge: Probleme mit der Stromversorgung, ein Brand auf dem Gelände und die Corona-Pandemie, die Einnahmen aus anderen Parks einbrechen liess. Noch immer fehlen rund 7 Millionen Franken, um Kredite zu tilgen.
Auch das Verhältnis zur Stadt Rotterdam sorgt für Probleme. «Der Vertrag läuft nur bis 2030, und die Stadt möchte ihn nicht verlängern», so Obbink zur Zeitung.
Ob das das endgültige Aus für «Rivoli» bedeutet, ist offen.
Obbink gibt die Hoffnung nicht auf und sagt über van der Most: «Er beschäftigt 2500 Menschen in seinen gut funktionierenden Betrieben, hat sein ganzes Vermögen in das ‹Rivoli› gesteckt. Es sollte sein Lebenswerk werden.»

















