Merz betont: keine Anerkennung eines Palästinenserstaates

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Deutschland will vorerst keinen eigenen Staat Palästina anerkennen, so Kanzler Friedrich Merz nach dem Treffen mit Kanadas Premierminister Mark Carney.

Friedrich Merz
Deutschland erkennt vorerst keinen Staat Palästina an, erklärt Kanzler Merz nach Gespräch mit kanadischem Premier. (Archivbild) - dpa

Deutschland will im Gegensatz zu anderen Staaten wie Kanada oder Frankreich vorerst keinen eigenen Staat Palästina anerkennen. Das hat Kanzler Friedrich Merz nach einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney noch einmal deutlich gemacht.

«Wir werden uns dieser Initiative nicht anschliessen», sagte Merz in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Carney in Berlin. «Wir sehen die Voraussetzungen für eine staatliche Anerkennung gegenwärtig in keiner Weise als erfüllt an.»

Deutschland betrachtet eine Anerkennung eines Palästinenserstaates als einen der letzten Punkte auf dem Weg hin zu einer Zwei-Staaten-Lösung, bei der Israelis und Palästinenser friedlich nebeneinander leben können. Dagegen hatte Carney Ende Juli angekündigt, sein Land werde bei der UN-Vollversammlung im September Palästina als Staat erkennen.

Macron plant ähnliches Vorgehen

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plant dies. Carney gab zur Begründung an, dass die Aussichten für eine Zwei-Staaten-Lösung immer schlechter würden.

Merz betonte dagegen jetzt, Deutschland werde diesem Schritt in der Vollversammlung der Vereinten Nationen nicht folgen. Daran änderten auch die jüngsten Ereignisse im Gazastreifen nichts.

Zuletzt hatte ein israelischer Angriff auf das Nasser-Spital im südlichen Gazastreifen, bei dem 19 Menschen getötet worden waren, international für Aufsehen und Kritik gesorgt. Unter den Toten waren auch fünf Journalisten.

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Kommentare

User #1690 (nicht angemeldet)

Schon klar die Vergangenheit wiederholt sich...

User #3611 (nicht angemeldet)

Hoffe, dass er diesmal nicht umfällt!

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