Sebastian Kurz kündigte Anfang Dezember abrupt seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern an. Medienberichten zufolge gibt es bereits einen neuen Plan: Kurz soll es ins Silicon Valley ziehen.
Kurz war im Oktober nach Korruptionsvorwürfen als Bundeskanzler von Österreich zurückgetreten. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa/Archiv
Kurz war im Oktober nach Korruptionsvorwürfen als Bundeskanzler von Österreich zurückgetreten. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (35) soll einen Job in den USA angenommen haben.

Das berichten österreichische Medien am Samstag.

Er soll bereits einen Vertrag in der Privatwirtschaft unterzeichnet haben, berichtete die Tageszeitung «Österreich». Nach Informationen der «Kronen-Zeitung» soll es sich um einen Managerjob im Silicon Valley handeln. In der Region südlich von San Francisco haben zahlreiche grosse Hightech-, IT- und Internetfirmen ihren Sitz.

Kurz äusserte sich nicht. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er seine Weihnachtsgrüsse aber - eher ungewöhnlich - auf Englisch: «Merry #Christmas, relaxing holidays and a happy New Year to you all!» - übersetzt: «Frohe #Weihnachten, entspannte Feiertage und ein frohes neues Jahr euch allen!»

Rücktritt nach Korruptionsvorwürfen

Kurz war im Oktober nach Korruptionsvorwürfen als Bundeskanzler zurückgetreten. Er und einige seiner engsten politischen Mitstreiter sollen mithilfe von Steuergeldern geschönte Umfragen in Auftrag gegeben haben, um den Weg ins Kanzleramt zu ebnen. Kurz bestreitet alle Vorwürfe. Er blieb zunächst Chef der konservativen ÖVP und Fraktionschef, kündigte aber Anfang Dezember abrupt seinen Rücktritt von allen Ämtern an. Zuvor waren er und seine Freundin Eltern geworden. Die Geburt seines Sohnes habe seine Perspektive geändert, sagte er, und schloss eine Rückkehr in die Politik aus. Kurz stand zehn Jahre im Rampenlicht, als Staatssekretär, Aussenminister und schliesslich Kanzler.

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