Mars-Riegel von 1991 – so gross war er wirklich
Eine Reinigungskraft findet in England einen Mars-Riegel von 1991 – der Grössenvergleich mit dem heutigen Exemplar macht sprachlos.

Ein kurioser Fund in einem Messie-Haus in Lincolnshire sorgt derzeit für grosse Aufmerksamkeit im Netz, wie «web.de» berichtet.
Die 44-jährige Victoria Gordon stiess bei einem Reinigungseinsatz auf einen noch originalverpackten Mars-Riegel aus dem Jahr 1991.
Um den Unterschied zu verdeutlichen, besorgte Gordon sich anschliessend ein aktuelles Exemplar des bekannten Schokoriegels.
Mas: Vom Riegel zum Mini-Snack
Das Ergebnis des Vergleichs fiel laut «web.de» verblüffend eindeutig aus. Der alte Mars-Riegel wirkte neben dem modernen Pendant geradezu riesig.
«Auch wenn ich wusste, dass er gross ist, war ich beim Vergleich überrascht. Das ist wirklich eine Schande», sagte Gordon gegenüber der britischen Tageszeitung «Daily Mail», wie «T-Online» berichtet.
Anfang der 1990er-Jahre brachte ein regulärer Mars-Riegel rund 62,5 Gramm auf die Waage: Heute sind es 51 Gramm. Auch die Länge schrumpfte von rund 14 Zentimetern auf nur noch 9,5 Zentimeter, wie «web.de» berichtet.
Der Preis stieg, die Menge sank
Gleichzeitig verteuerte sich der Mars-Riegel erheblich. In Deutschland kostete er in den frühen 1990er-Jahren rund 75 Pfennig, umgerechnet knapp 38 Cent (etwa 36 Rappen).
Heute verlangen Händler je nach Geschäft etwa 1,20 Euro (etwa 1,12 Franken) oder mehr, so «web.de».
Dieses Phänomen hat einen Namen: Shrinkflation. Dabei bleibt der Verkaufspreis eines Produkts gleich oder steigt sogar, während die Füllmenge heimlich sinkt.
Auch Snickers und Twix betroffen
Verbraucherschützer kritisieren, dass Konsumentinnen und Konsumenten dadurch effektiv mehr für weniger Inhalt bezahlen.
Der Mars-Riegel steht mit diesem Trend nicht allein da. Snickers wog in den 1990er-Jahren noch rund 60 Gramm, heute sind es laut «web.de» lediglich 50 Gramm.

Der frühere Raider, heute als Twix bekannt, verlor ebenfalls rund 21 Prozent seines Gewichts: von 58 auf 46 Gramm.
Österreich reagiert mit Gesetz
Gordons Video entwickelte sich zum viralen Erfolg und wurde laut «web.de» mehr als 700'000 Mal aufgerufen.
Politisch hat die Debatte rund um Shrinkflation bereits erste Konsequenzen. In Österreich ist im April 2026 ein Anti-Mogelpackungs-Gesetz in Kraft getreten, wie das österreichische Sozialministerium mitteilt.
Seitdem müssen grosse Supermärkte und Drogerien Produkte kennzeichnen, bei denen die Füllmenge reduziert wurde. Wer gegen die Kennzeichnungspflicht verstösst, riskiert Geldstrafen von bis zu 10'000 Euro (etwa 9358,50 Franken).












