EM: Di Tizio-Frey glaubt kurz an Medaille – dann die Ernüchterung

Simon Binz
Simon Binz

Grossbritannien,

Géraldine Di Tizio-Frey glaubte an der Leichtathletik-EM in Birmingham kurz an eine Medaille – ein Ranglisten-Wechsel zerstörte die Freude sofort wieder.

Leichtathletik-EM
Sichtlich erschöpft und enttäuscht: Di Tizio-Frey nach dem 100-m-Final, in dem ihr auf den letzten Metern die Medaille noch entglitt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Géraldine Di Tizio-Frey verpasste im 100-m-EM-Final knapp eine Medaille.
  • Auf der Anzeigetafel stand kurz eine «3», ehe Rang 3 und 4 vertauscht wurden.
  • Die Belgierin Delphine Nkansa zog auf der Zielgeraden noch an ihr vorbei.

Géraldine Di Tizio-Frey (29) hatte in Birmingham über 100 m schon fast mit einem EM-Podestplatz gerechnet. Teamkollegin Salomé Kora herzte sie bereits, auf der Anzeigetafel stand neben ihrem Namen kurz eine «3».

Dann tauschten in der Rangliste die Plätze drei und vier plötzlich die Positionen – aus der Medaillenfreude wurde nichts. Die Enttäuschung stand der jungen Schweizerin ins Gesicht geschrieben.

Hast du den Sprint-Final über 100m mitverfolgt?

«Ich hatte mich eigentlich schon gefreut. Man sieht die ‹3› und dann ... ja ...», rang Di Tizio-Frey im SRF-Interview nach dem Final nach Worten. «Es tut weh. Ich habe das Gefühl, ich hatte es in den Beinen.»

Belgierin Nkansa zog auf letzten Metern an Schweizerin vorbei

Die Zugerin lag bis kurz vor der Ziellinie auf Medaillenkurs. Auf den letzten Metern musste sie die Belgierin Delphine Nkansa aber noch vorbeiziehen lassen. «Ich habe mich am Schluss wieder etwas verkrampft. Am Ende hatte ich einen Minikrampf in der Wade», erklärte Di Tizio-Frey.

Genau jene Lockerheit, die die Läuferin selbst «Unverkrampftheit» oder «Flüssige» genannt hatte, war zuletzt ihre grosse Stärke gewesen. Im Halbfinal hatte sie diese noch in einem tadellosen Start-Ziel-Sieg unter Beweis gestellt. Im Final gelang ihr das nicht mehr ganz.

Di Tizio-Frey: «Ich bin eigentlich mega happy»

Trotz der verpassten Medaille suchte Di Tizio-Frey nach dem Rennen nach Positivem – und wurde fündig. «Es war eine super Zeit. Ich bin eigentlich mega happy, dass ich den Final erreicht habe, das habe ich noch nie geschafft», sagte sie. Nun gelte es, die Enttäuschung zu verdauen und die Kräfte für die beiden Staffeln über 4x100 m und 4x100 m Mixed neu zu sammeln.

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Kommentare

User #5026 (nicht angemeldet)

Kof hoch Géraldine es kommen noch andere Rennen.

User #5407 (nicht angemeldet)

Geraldin sei tapfer und mach weiter so, eine Medaille 🏅 hast verdient 👍

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Geraldine
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