Harry-Potter-Fans ändern Strompläne wegen Dobby
Harry-Potter-Fans haben mit Protesten erreicht, dass eine geplante Stromtrasse nicht durch Dobbys Grab in Wales führt.

Harry-Potter-Fans haben die Pläne für ein millionenschweres Stromprojekt zwischen Grossbritannien und Irland verändert. Ursprünglich sollte die Kabeltrasse direkt durch die Gedenkstätte für den Hauselfen Dobby führen.
Der sogenannte Greenlink-Interkonnektor verbindet seit Anfang 2025 die Stromnetze Grossbritanniens und Irlands. Die Verbindung führt zwischen der irischen Grafschaft Wexford und Freshwater West im walisischen Pembrokeshire, berichtet das «SRF».
Ausgerechnet an diesem Strand wurde die Begräbnisszene von Dobby für die Harry-Potter-Filme gedreht. Der Ort wird deshalb jedes Jahr von zahlreichen Fans besucht, die dort Erinnerungsstücke hinterlassen.
Hunderte Anrufe wegen Dobby
Projektleiter Simon Ludlam berichtete im Podcast «Energy Revolution» von den Reaktionen auf die ursprünglichen Pläne. Nach einem BBC-Interview über das Projekt hätten die Verantwortlichen Hunderte Anrufe von Harry-Potter-Fans erhalten, schreibt der «Stern».
Die Fans befürchteten, dass die geplante Kabeltrasse die Gedenkstätte beeinträchtigen könnte. Ludlam zufolge erklärte ihm ein Kollege, die Angelegenheit sei sehr ernst.
Das Projektteam änderte daraufhin die ursprüngliche Planung und verlegte das Kabel um die Gedenkstätte herum. Damit blieb der Erinnerungsort erhalten, wie die «Zeit» berichtet.
Dobby-Gedenkstätte ist Fan-Pilgerort
Dobby gehört zu den beliebtesten Figuren des Harry-Potter-Universums und stirbt in «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes». An der Gedenkstätte am Freshwater West Beach hinterlassen Besucher häufig beschriftete Steine und Socken.
Die Socken erinnern an einen wichtigen Moment aus Dobbys Geschichte. Ein Hauself wird in der Harry-Potter-Welt durch ein Kleidungsstück von seinem Dienst befreit, bei Dobby durch eine Socke.

Um den Erhalt des Ortes gab es bereits früher Diskussionen, schreibt der «Stern». 2022 liess der National Trust die Bevölkerung darüber abstimmen, ob die Film-Gedenkstätte an ihrem bisherigen Standort bleiben sollte.












