Mann tötet einen Menschen mit Messer bei Paris

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    Frankreich,

    Wohl wahllos geht ein Mann nahe Paris mit einem Messer auf Menschen los. Die Polizei verfolgt den Täter - doch für ein Opfer kommt jede Hilfe zu spät. Nun steht die grosse Frage im Raum: Was trieb den Mann zu seiner «mörderischen Tour»?

    Schwerbewaffnete Polizisten sichern den Tatort nach der Messerattacke. Foto: Michel Euler/AP/dpa
    Schwerbewaffnete Polizisten sichern den Tatort nach der Messerattacke. Foto: Michel Euler/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei einer Messerattacke nahe Paris ist mindestens ein Mensch getötet worden.

    Zwei weitere Opfer seien in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte die zuständige Staatsanwältin Laure Beccuau in einem Pressestatement am Tatort.

    Auch der mutmassliche Messerangreifer sei getötet worden. Der Mann habe zuvor versucht, noch weitere Menschen anzugreifen. Sie machte keine Angaben zum möglichen Motiv des Täters und zu dessen Identität.

    Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Verweis auf mit dem Fall vertraute Kreise, dass der mutmassliche Täter psychische Probleme gehabt haben soll. Zudem sei er polizeibekannt gewesen, allerdings nicht wegen terroristischer Vergehen.

    Der Mann hatte kurz nach 14 Uhr in der Gemeinde Villejuif mehrere Menschen wahllos mit einem Messer angegriffen. Der Vorfall ereignete sich im Bereich eines grösseren Parks. Villejuif befindet sich einige Kilometer südlich der Pariser Stadtmitte und gehört zu den Vororten der Hauptstadt. Bei dem getöteten Opfer handele es sich um einen 56-jährigen Anwohner, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Franck Le Bohellec, dem Sender Franceinfo. Er habe versucht, seine Frau vor dem Angreifer zu schützen.

    Staatsanwältin Beccuau sprach von einer «mörderischen Tour» - dabei habe der Täter es auf noch weitere Menschen abgesehen, diese hätten allerdings ausweichen können. Ersten Auswertungen von Überwachungsvideos zufolge sei der Angreifer allein unterwegs gewesen, berichtete der Sender BFMTV. Er sei zunächst geflüchtet und dann von Polizisten in der Nähe eines Supermarktes erschossen worden.

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drückte auf Twitter den Opfern und ihren Familien sein Mitgefühl aus. Der Kampf gegen «blinde Gewalt» werde entschlossen geführt.

    Innenstaatssekretär Laurent Nuñez bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion. Der Park Hautes Bruyères wurde zunächst von der Polizei komplett abgeriegelt. Medienberichten nach waren die Ermittler der Anti-Terrorstaatsanwaltschaft vor Ort und prüften den Fall. Die Ermittlungen lagen aber zunächst noch bei der Staatsanwaltschaft von Créteil.

    Der Angriff trifft Frankreich kurz vor dem fünften Jahrestag des Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo». Am 7. Januar 2015 wurden in der Redaktion und bei weiteren Attacken 17 Menschen getötet. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorserie heimgesucht - mehr als 250 Menschen verloren ihr Leben. Die Terrorgefahr ist weiterhin gross.

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