Mann findet in Deutschland riesigen Schatz aus der Römerzeit

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    Deutschland,

    Auf einem ganz gewöhnlichen Acker nahe Köln in Deutschland hat Familienvater Oliver Riedl einen Schatz aus der Römerzeit entdeckt.

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    Der gefundene Schatz. - keystone

    Er war dort mit einer Sonde unterwegs und stiess plötzlich auf eine Silbermünze nach der anderen. Selbst als er schon 15 Münzen geborgen hatte, hörten die Signale seines Metalldetektors nicht auf. «Für mich war klar, dass hier etwas Grösseres im Boden liegt», folgerte er daraus.

    Er grub aber nicht selbst drauflos, sondern verständigte das Amt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für Bodendenkmalpflege. Daraufhin machten sich Archäologinnen und Archäologen an die Arbeit und gruben nicht weniger als 934 römische Denare aus Silber aus. Zusammen wiegen sie mehr als drei Kilogramm.

    Nach Angaben des LVR-Amtes ist dies der grösste Münzschatz aus der Zeit des römischen Kaisers Hadrian, der je in Deutschland gefunden wurde. Weltweit ist es demnach der fünftgrösste aus dieser Zeitspanne – das Amt beschreibt ihn als «sensationell». Die Experten gehen davon aus, dass er im zweiten Viertel des 2. Jahrhunderts nach Christus absichtlich vergraben wurde. Der Münzschatz wird nun erstmals im LVR-Landesmuseum in Bonn gezeigt.

    Kaiser Hadrian regierte von 117 bis 138 nach Christus und ist heute vor allem für den auf seine Anordnung hin angelegten Hadrianswall in Nordengland bekannt. Der Grossteil der entdeckten Münzen wurde aber noch früher hergestellt, im ersten Jahrhundert nach Christus.

    Die älteste Münze stammt sogar aus dem Jahr 148 vor Christus, als Rom noch eine Republik ohne Kaiser war. Damit war sie bereits mehr als 270 Jahre alt, als sie vergraben wurde. Dennoch war sie weiterhin ein gültiges Zahlungsmittel.

    Warum aber hat damals ein Römer so viel Geld versteckt? «Wir können über die Beweggründe nur spekulieren», sagte der Leiter des LVR-Amtes, Eich Classen. «Aber sehr wahrscheinlich wollte jemand dieses Geld sicher aufbewahren. Denn Banken gab es damals noch nicht.»

    Die Frage, warum der Schatz nie ausgegraben wurde, kann der Archäologe auch nicht beantworten. Vielleicht, so spekuliert er, sei der Besitzer gestorben, ohne jemandem davon berichtet zu haben, und habe sein Geheimnis mit ins Grab genommen.

    Welchen Wert die 934 Denare damals hatten, erklärt Rahel Otte, wissenschaftliche Referentin des LVR-Amtes: Ein römischer Legionär habe damals 300 Denare im Jahr verdient. Davon sei etwa die Hälfte für Lebensmittel und Ausrüstung einbehalten worden.

    «Ein Legionär hätte somit rund sechs Jahre sein gesamtes verfügbares Geld sparen müssen, um den Wesselinger Schatzfund anzusammeln.» Zum heutigen Wert sagte Otte, der Materialwert betrage nur etwas mehr als 6.000 Euro, doch der wissenschaftliche Wert sei aufgrund des Erkenntnisgewinns immens.

    Möglicherweise lebte der Besitzer der Münzen auf einem römischen Landgut in der Gegend. Das Gebiet gehörte damals zum Einzugsbereich der Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium – heute Köln. Diese Stadt hatte etwa 20.000 Einwohner und besass Tempelanlagen, Villen mit Mosaikfussböden, Badeanstalten und sogar eine Kriegsflotte auf dem Rhein. Im weiteren Umland gab es viele Landgüter.

    Archäologe Classen ist voll des Lobes über das Verhalten des Finders Oliver Riedl. «Durch seine Umsicht waren wir in der Lage, den Hortfund fachgerecht und vollständig zu bergen.»

    Um den Fund besser untersuchen zu können, wurde er im Erdblock geborgen und in die Restaurierungswerkstatt des LVR-Landesmuseums Bonn gebracht. Dadurch hätten sich vor der Freilegung der Münzen wertvolle Erkenntnisse gewissen lassen, sagte Classen. So fanden sich Fragmente eines Keramiktopfes und Strohreste. «Wahrscheinlich sind die Münzen ursprünglich in einem mit Stroh ausgepolsterten Topf vergraben worden», vermutet Otte.

    Riedl besass auch eine Genehmigung, wie sie für Suchen mit Metalldetektoren erforderlich ist. Man muss dafür eine Schulung absolvieren. Ausserdem müssen die Grundstückseigentümer die Suche erlauben. Der Münzschatz aus Wesseling ist nun Eigentum von Nordrhein-Westfalen. Riedl erhält aber eine Belohnung vom Heimatministerium des Bundeslandes.

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    Kommentare

    User #2913 (nicht angemeldet)

    Wenn ich einen Schatz finden würde, würde ich es gar nicht melden sondern versuchen zu verkaufen. Für ein paar Mio.

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    dfg
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