Ryanair: Opfer zittert jetzt, wenn er Flugzeug hört
Ljubiša Karović (61) wäre auf einem Flug von Ryanair fast aus einem geborstenen Fenster gesogen worden. Jetzt spricht seine Frau über seinen Zustand im Spital.
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Das Wichtigste in Kürze
- Bei Ryanair-Flug FR 1879 zerbarst ein Fenster, Karović (61) wurde fast hinausgesogen.
- Mitreisende hielten ihn fest, sein Anschnallgurt rettete ihm vermutlich das Leben.
- Karović liegt mit schweren Verletzungen im Spital, die Unfallursache ist noch offen.
Er liegt seit Tagen im Universitätsklinikum von Thessaloniki, kann kaum sprechen und zittert, sobald draussen ein Flugzeug vorbeifliegt: Ljubiša Karović (61) hat einen Horrorflug knapp überlebt.
Der Serbe war mit seiner Frau auf Geschäftsreise, an Bord von Ryanair FR 1879 von Thessaloniki (GR) nach Memmingen (DE). Karović sass rechts am Fenster, seine Frau Svetlana Maksimovic (48) einige Reihen weiter hinten. Etwa 30 bis 40 Minuten nach dem Start barst das Seitenfenster direkt neben ihm.
In rund 4500 Metern Höhe fiel der Kabinendruck schlagartig ab, die Sogwirkung drohte Karović aus dem Flugzeug zu reissen. Seine Frau schildert es gegenüber der «Bild» so: «Der Kopf und die rechte Hand meines Mannes ragten minutenlang aus dem Fenster.»
Und weiter: «Gleichzeitig fielen die Sauerstoffmasken von der Decke. An Bord der Maschine von Ryanair brachen Chaos und Panik aus, überall schrien Menschen.» Sie ist überzeugt: «Es hat nicht viel gefehlt und mein Mann wäre jetzt tot.»
Mitreisende hielten ihn fest
Maksimovic und zwei weitere Passagiere klammerten sich an den zweifachen Familienvater, um ihn im Flugzeug zu halten. Dass Karović angeschnallt war, dürfte ihm das Leben gerettet haben.
Die Maschine drehte über Skopje in Nordmazedonien um und kehrte zum Ausgangsort Thessaloniki zurück. Dort brachte die Ambulanz den Geschäftsmann direkt ins Spital.
Ursache von Vorfall der Maschine von Ryanair noch offen
Karović trägt eine Halskrause, sein Nacken- und Schulterbereich wurde extremen Kräften ausgesetzt. Sein rechter Arm erlitt Verbrennungen, dazu kommen Hämatome und Schnittverletzungen. Laut «Flightradar24» war die Boeing 737-800 noch im Steigflug und zu diesem Zeitpunkt mit rund 600 km/h unterwegs.
Mehrfach sei sein Kreislauf zusammengebrochen, die Ärzte kontrollieren inzwischen auch sein Herz. Seine Frau berichtet: «Er wurde dreimal ohnmächtig und ist psychisch stark angeschlagen. Er zittert, sobald er etwas von Flugzeugen hört.»
Ob Probleme am rechten Triebwerk den Zwischenfall ausgelöst haben, ist bislang unklar – eine offizielle Unfallanalyse steht noch aus.


















