Malaria in Frankfurt – Dritter Todesfall bestätigt
Ein dritter Mensch ist in Frankfurt nach einer Malaria-Infektion gestorben. Die Person wohnte im Stadtteil Schwanheim.

In Frankfurt ist ein weiterer Mensch an Malaria gestorben. Die betroffene Person lebte im Stadtteil Schwanheim, rund fünf Kilometer vom Flughafen entfernt, wie der «Stern» berichtet.
Damit sind inzwischen drei Menschen im Zusammenhang mit den aktuellen Fällen gestorben. Das teilte die Stadt Frankfurt mit, wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt.
Anfang der Woche waren zwei Malaria-Infektionen in Schwanheim bekannt geworden. Beide Betroffenen hatten zuvor weder ein Malaria-Gebiet bereist noch am Flughafen gearbeitet.
Acht Infektionen in Frankfurt bekannt
Nach Angaben der Stadt sind insgesamt acht Malaria-Infektionen bekannt. Zuvor hatten sich sechs Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport infiziert, zwei davon starben.
Bei den beiden neuen Fällen geht das Gesundheitsamt ebenfalls von sogenannter Flughafen-Malaria aus. Vermutet wird eine Anopheles-Mücke, die aus einem Malaria-Gebiet mit einem Flugzeug nach Frankfurt gelangt sein könnte.
Die Mücke könnte sich anschliessend vom Flughafen in das nahe gelegene Schwanheim bewegt haben. Laut dem «Stern» können solche Mücken fünf bis zehn Kilometer weit fliegen.
Malaria tropica bei den Betroffenen
Bei den aktuellen Frankfurter Fällen wurde Malaria tropica festgestellt. Dabei handelt es sich um die schwerste Form der Malaria, die unbehandelt lebensbedrohlich verlaufen kann.
Die Inkubationszeit beträgt sieben bis 15 Tage. Zu möglichen Symptomen gehören Fieber, Schüttelfrost sowie Kopf-, Glieder- und Magen-Darm-Beschwerden.
Malaria wird in der Regel durch den Stich einer infizierten Mücke übertragen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet der «Zeit» zufolge nicht statt.
Zusammenhang der Fälle wird untersucht
Ob die Frankfurter Fälle auf dieselbe Erregerquelle zurückgehen, ist derzeit noch offen. Spezialuntersuchungen im Labor sollen Hinweise auf einen möglichen gemeinsamen Ursprung liefern.
Seit Anfang der Woche wurden dem Gesundheitsamt keine weiteren Malariafälle gemeldet. Ärzte sollen bei unklarem Fieber auch ohne Tropenreise an eine mögliche Flughafen-Malaria denken.

Das gilt besonders für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiten, sich dort aufhalten oder nah wohnen. Das Gesundheitsamt hat zudem eine Hotline unter 069/212-30030 eingerichtet.












