Künstlerin macht New Yorker Guggenheim Museum zur Murmelbahn
Die berühmte schneckenhausförmige Rotunde des New Yorker Guggenheim Museums hat wohl schon bei vielen Besuchern und Besucherinnen Assoziationen an eine Murmelbahn geweckt – die US-Künstlerin Taryn Simon hat jetzt wirklich eine daraus gemacht.

Im obersten Stockwerk der Rotunde des Museums am Central Park in Manhattan kann an einem mit Plastikbällen gefüllten Holzschrank jetzt jeder an einer Kurbel drehen. Daraufhin kullert einer der bunten Plastikbälle durch eine überdachte Holzbahn am Rand des Geländers entlang den Spiralgang hinunter – vorbei an hunderten Fotos und anderen Ausstellungsstücken – und landet schliesslich in einem ebenfalls überdachten Sammelbecken aus Holz.
Die 1975 in New York geborene Künstlerin ist eigentlich für ihre vielfach ausgezeichneten Foto-Reportagen berühmt, die sie schon in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt hat. Simons am heutigen Freitag eröffnete Ausstellung «Father Country I Do Love You» ist die erste grosse Einzel-Ausstellung einer Fotografin in der berühmten Rotunde. Sie ist noch bis zum 14. März zu sehen.
Eigentlich handelt die Schau von Leben und Arbeit eines US-Bundesagenten und dessen Verwicklung in zahlreiche Vorfälle und Tragödien weltweit. Aber auch das Leben ihres eigenen Vaters spielt eine Rolle – der hatte ebenfalls als Agent gearbeitet, bevor er später eine Spielhalle in New York betrieb. Im Gedenken an ihn baute Simon die Bälle-Bahn in die Ausstellung ein.










