Wasser

    Macron will bis 2030 zehn Prozent Wasser einsparen

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    Frankreich,

    Frankreichs Präsident zeigt sich angesichts der grossen Trockenheit im Land besorgt. Wie sieht seine Wasserstrategie für die Zukunft aus?

    Präsident Emmanuel Macron (vorn) in Sainte-Savine-Le-Lac. Er will zukünftig flächenübergreifend Wasser sparen.
    Präsident Emmanuel Macron (vorn) in Sainte-Savine-Le-Lac. Er will zukünftig flächenübergreifend Wasser sparen. - Sebastien Nogier/EPA POOL/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angesichts besorgniserregender Trockenheit im Land will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in den kommenden Jahren flächenübergreifend Wasser sparen.

    Bis 2030 sollten alle Sektoren zehn Prozent weniger Wasser nutzen, sagte Macron am Donnerstag bei der Vorstellung einer Wasserstrategie im südostfranzösischen Savines-le-Lac.

    «Dieser Wasserplan ist vor allem ein Plan zur Enthaltsamkeit und zur langfristigen Effizienz beim Wasser.» Das Sparen sei notwendig, weil durch den Klimawandel bis 2050 etwa 30 bis 40 Prozent weniger Wasser zur Verfügung stünden. Geringeren Verbrauch will Macron auch durch einen höheren Wasserpreis ab einem bestimmten Verbrauch erreichen.

    In diesem Winter hat es in Frankreich besonders wenig geregnet. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1959 gab es in Frankreich im Winter noch nie so langanhaltend keinen Regen, berichtete der Wetterdienst Météo France. Die Böden waren für die Jahreszeit bemerkenswert ausgetrocknet. Noch immer sei der Grundwasserspiegel in weiten Teilen des Landes niedrig, sagte Macron.

    Bereits das vergangene Jahr war in Frankreich von Regenmangel und starker Trockenheit geprägt. Mehr als 100 Kommunen waren zeitweilig ohne Trinkwasser. Durch den Klimawandel gibt es mehr heisse Tage. In den vergangenen Jahrzehnten hat Frankreich laut Wetterdienst mit mehr und stärkeren Hitzewellen zu kämpfen. Auch die Trockenheit werde durch den Klimawandel verschlimmert.

    Neben dem Sparen will Macron auch auf die Wiederverwendung benutzten Wassers setzen. Derzeit werde nur ein Prozent des Wassers erneut verwendet. Bis 2030 sollen es zehn Prozent werden, also etwa 300 Millionen Kubikmeter und damit 3500 Wasserflaschen pro Franzose pro Jahr, wie Macron sagte. Gleichzeitig will der Staatschef das Netz modernisieren und Lecks bekämpfen. Bei der Landwirtschaft soll es Anpassungen geben.

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