Beschäftigte des Essenslieferdiensts Lieferando wollen einen flächendeckenden Tarifvertrag mit einem Stundenlohn von mindestens 15 Euro durchsetzen.
Lieferando-Fahrer in Berlin
Lieferando-Fahrer in Berlin - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Gewerkschaft fordert Stundenlohn von mindestens 15 Euro.

Die Mitglieder der Tarifkommission beschlossen bereits am Freitag ein entsprechendes Forderungspaket, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen erklärte, Lieferando-Fahrer verdienten mit «durchschnittlich mehr als 13 Euro pro Stunde in einer regulären, direkten und unbefristeten Anstellung in der Regel mehr als in anderen Servicebereichen».

Zentrale weitere Forderungen der Beschäftigten sind laut NGG die Zahlung eines 13. Monatsgehalts, Zuschläge für Schichten am Abend, an Sonn- und Feiertagen, sechs Wochen Urlaubsanspruch und die volle Bezahlung der letzten Fahrt zurück an den Wohnort.

«Die Rider sind bei Wind und Wetter unterwegs ? sie erwarten völlig zu Recht, dass ihre gefährliche Arbeit fair bezahlt wird», erklärte der NGG-Referatsleiter für das Gastgewerbe, Christoph Schink. Lieferando sei der «milliardenschwere Marktführer» in der Lieferdienstbranche. «Es ist Zeit, dass die Arbeitsbedingungen deutschlandweit einheitlich und fair geregelt werden», forderte Schink.

Aktuell liege der Stundenlohn bei Lieferando zwischen zehn und elf Euro pro Stunde. Durch ein Bonussystem bei besonders schnellen Auslieferungen erhöhe das Unternehmen ausserdem den Druck auf die Essenskuriere.

Lieferando sprach dagegen von durchschnittlich 13 Euro. Zu den übrigen Forderungen erklärte das Unternehmen, die Beschäftigten hätten einen üblichen Urlaubsanspruch, erhielten Überstunden bezahlt und auch ihre Fahrt nach Schichtende zum Fahrradlager vergütet.

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