«Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster»

Keystone-SDA
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Norwegen,

Kurz vor dem erwarteten Ende des Prozesses gegen ihn hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin noch einmal Einblick in sein Privatleben gegeben. Der Prozess habe ihn von seinen Freunden isoliert und zum «Hassobjekt» des ganzen Landes gemacht. «Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster», sagte Marius Borg Høiby laut der Zeitung «Verdens Gang» am Freitag unter Tränen vor Gericht. «Jeden Tag in der Zeitung zu sein, das ganze Jahr – das macht etwas mit einem Menschen. Man weiss nicht mehr, wer man ist.» Er erkenne sich nicht wieder in dem, was über ihn geschrieben werde.

Marius Borg Høiby Luxusleben
Marius Borg Høiby, hier im Jahr 2022 an der Seite seiner Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit. - dpa

Durch den Druck der Medien fühle er sich verfolgt, habe Paranoia entwickelt, hiess es weiter. Er könne niemandem mehr vertrauen. «Ich habe nichts mehr, was privat ist. Mein ganzes Leben ist öffentlich. SMS mit meiner Familie, Gespräche mit meiner Familie, Dinge, die so privat sind, wie es nur geht, stehen in den Medien», zitierte ihn «Verdens Gang».

Der Prozess habe ihn einsam gemacht: «Ich habe 98 Prozent meines sozialen Netzwerks verloren, und die wenigen, die ich noch habe, trauen sich nicht, mit mir auszugehen und in einem Restaurant zu essen – sie wollen nicht mit mir gesehen werden.»

Vor Gericht hatte Høiby immer wieder betont, wie sehr ihn die ungewollte öffentliche Aufmerksamkeit seit seiner Kindheit belastet habe. Der Sohn von Mette-Marit aus einer früheren Beziehung war noch ein Kleinkind, als seine Mutter Kronprinz Haakon von Norwegen heiratete.

Der 29-Jährige ist in 40 Punkten angeklagt – unter anderem wegen Vergewaltigung. Kommende Woche werden die Plädoyers in dem Prozess gegen ihn erwartet.

Kommentare

User #4716 (nicht angemeldet)

Der braucht Erziehung in der Fremdenlegion!

User #5327 (nicht angemeldet)

Wieder mal typisch. Solche Leute haben das Gefühl sie stehen über dem Gesetz und haben Narrenfreiheit. Nur gut dass dieser Prozess nicht in der Schweiz statt findet. Bei uns wäre er schon frei und bekäme noch eine Abfindung, die Opfer würden alle ins Gefängnis als Täter.

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