In Grossbritannien soll eine neue Gesetzesgebung eingeführt werden. Künftig müssen Schuldige nach der Tötung von Rettungskräften lebenslange in Haft.
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Ein bewaffneter Polizist patrouilliert in England (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die britische Innenministerin, Priti Patel, kündet eine neue Gesetzesgebung an.
  • Die Tötung von Rettungskräften wird mit einer lebenslangen Haft bestraft.
  • Das neue Gesetz soll im nächsten Jahr in Kraft treten.

Nach der Tötung von Rettungskräften müssen Schuldige künftig in Grossbritannien mit lebenslangen Haftstrafen rechnen. «Wer unsere Rettungskräfte angreift, repräsentiert das Schlechteste der Menschheit», sagte die britische Innenministerin Priti Patel. Diese kündete am Mittwoch eine neue Gesetzgebung an.

Bislang waren auch kürzere Haftstrafen möglich, wenn die entsprechenden Taten nicht als Mord, sondern als Totschlag eingestuft wurden. So war es auch im Fall eines im Jahr 2019 getöteten Polizisten geschehen. Dessen Witwe, Lissie Harper, hatte für die Gesetzesänderung gekämpft, nachdem die Schuldigen lediglich eine Haftstrafe von 13 Jahren bekommen hatten.

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Demonstranten setzen einen Polizeiwagen vor der Bridewell Polizeiwache Brand. (Archivbild) Foto: Andrew Matthews/PA/dpa - dpa-infocom GmbH

Es gilt als wahrscheinlich, dass die Änderung eines neuen Polizeigesetzes im kommenden Jahr in Kraft tritt. Dieses soll in Gedenken an den getöteten Polizisten als «Harper's Law» benannt werden. Die gleichen Regeln sollen auch für die Tötung von Gefängniswärtern, Feuerwehrleuten oder Sanitätern gelten.

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