Euro

Kriegswaffenausfuhr auf über 492 Millionen Euro gestiegen

DPA
DPA

Deutschland,

In den ersten Monaten des Jahres haben vor allem Kunden in Drittländern deutlich mehr Kriegswaffen aus Deutschland bekommen. Die Details erklärt die Bundesregierung zur Verschlusssache. Kritik kommt von der Linken.

Ein Leopard 2A4 der türkischen Armee ist in der Provinz Hatay, Türkei, auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: -/XinHua/dpa
Ein Leopard 2A4 der türkischen Armee ist in der Provinz Hatay, Türkei, auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: -/XinHua/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wert der in den ersten vier Monaten aus Deutschland ausgeführten Kriegswaffen ist auf mehr als 492 Millionen Euro gestiegen.

Der Anteil von Nato-Staaten daran habe bis einschliesslich April 182 Millionen Euro betragen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf eine schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen mit. Die Antwort lag der Deutschen Presse-Agentur vor. An Staaten, die der Nato gleichgestellt sind, gingen demnach Rüstungsgüter im Wert von rund 5,6 Millionen, an EU-Staaten Lieferungen im Umfang von rund 51,6 Millionen Euro.

Zur Frage nach den tatsächlich erfolgten Ausfuhren in Drittstaaten erklärte die Bundesregierung, anders als noch im Vorjahr, die Details der Antwort zur Verschlusssache - mit Hinweis auf eine mögliche «Re-Identifizierung betroffener Unternehmen» und zum «Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen». Deutlich wurde aus den Zahlen, dass es eine Steigerung der Ausfuhren in Drittstaaten gegeben hat. Genannt wurden aber nur noch zehn Staaten in alphabetischer Reihenfolge. Im Vorjahreszeitraum war die Türkei als Empfängerin von Kriegswaffen im Wert von mehr als 184 Millionen Euro mit Abstand an der Spitze gewesen.

«Die Ausfuhr von nahezu 40 Prozent mehr Kriegswaffen als im Vorjahreszeitraum in einer Welt, in der die Konflikte jeden Tag zunehmen, ist völlig unverantwortlich», sagte Dagdelen, abrüstungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, dazu. «Gerade mit den Kriegswaffenexporten an Ägypten und die Türkei mästet die Bundesregierung die Konflikte in und am Mittelmeer und verletzt damit sogar die eigenen laxen Rüstungsexportrichtlinien in eklatanter Weise.» Wer sein eigenes Bekenntnis, international mehr Verantwortung zu übernehmen, ernst nehmen würde, müsse die Exporte von Kriegswaffen in alle Welt stoppen.

Drittländer sind Staaten, die weder der EU noch der Nato angehören und auch nicht mit diesen gleichbehandelt werden. So gilt Australien nicht als Drittland, es hat auch ein Partnerschaftsabkommen mit der Nato unterschrieben.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Car
61 Interaktionen
Einsprache
Milram Käse
63 Interaktionen
Nach Shitstorm

MEHR IN NEWS

Zürich Openair
Voller Erfolg
Börse China Wirtschaft
Einkaufsmanagerindex
Windkraft baselland
2 Interaktionen
Windkraft-Petition
expat tsüri interview
7 Interaktionen
Expat in Zürich

MEHR EURO

Käse 240 Euro
19 Interaktionen
Zoff am Käsestand
lehrerin
36 Interaktionen
Tausende Euro
Parkbussen Bergamo
11 Interaktionen
Mindestens 800 Euro
homeoffice
3 Interaktionen
Millionenschulden

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Hendrik Streeck
Grosse Gefahr
Leverkusen
3 Interaktionen
Frankfurt überzeugt
Würzburg Brücke
9 Interaktionen
Würzburg
Oktoberfest
23 Interaktionen
Preise aufgeschlagen