Der Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Armin Laschet, will stärker auf ein Team setzen.
Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Oder
Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Oder - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Armin Laschet möchte angesichts der schlechten Umfragewerte mehr auf ein Team setzen.

Der Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Armin Laschet, will wenige Wochen vor der Parlamentswahl in Deutschland angesichts einbrechender Umfragewerte stärker als bisher auf ein Team setzen.

«Wir müssen und werden mehr Köpfe zeigen und machen so deutlich, dass wir ein starkes Team sind», wurde der CDU-Chef am Freitag nach Angaben von Teilnehmern in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag zur Vorbereitung der Sondersitzung des Bundestags an diesem Mittwoch zitiert.

Dann soll es im Bundestag um die Fluthilfen sowie um den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr gehen.

Am 26. September wird in Deutschland ein neues Parlament gewählt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach fast 16 Jahren als Regierungschefin nicht mehr antreten.

Einen Rückzug seiner Kanzlerkandidatur zugunsten von CSU-Chef Markus Söder lehnte Laschet trotz der derzeit schlechten Umfragewerte kürzlich ab. Auch Söder hatte sich um die Spitzenkandidatur der beiden Schwesterparteien beworben, die Parteigremien entschieden sich aber trotz seiner damals besseren Umfragewerte für Laschet.

Nachdem die Union aus CDU und CSU in Umfragen teils nur noch knapp vor der SPD liegt, ist Laschet unter Druck. An diesem Samstag will die Unionsspitze mit einer zentralen Auftaktveranstaltung in Berlin in die Schlussphase zur Bundestagswahl starten. Dabei werden Reden von Laschet, Söder und Merkel erwartet.

Mit den Themen der Union würden in den nächsten Wochen auch die profilierten Köpfe der Union in einer Mannschaft sichtbar werden, kündigte Laschet in der Fraktion an. Er sagte demnach: «Während die SPD ihre Leute verstecken muss, können wir mit Stolz unsere kompetenten Köpfe zeigen. Sowohl aus den Ländern als auch aus der Bundestagsfraktion.» Die Breite der Union solle sichtbar werden.

Laschet machte nach diesen Informationen zudem klar, warum es bei der Bundestagswahl aus seiner Sicht um eine Richtungswahl geht. Im Wahlkampf müssten die Unterschiede zu SPD und Grünen herausgearbeitet werden. Laschet nannte die Themen Wirtschaft, Finanzen, Innere Sicherheit sowie die Aussenpolitik. Er sagte demnach vor den Abgeordneten: «Wenn Rot-Grün oder gar Rot-Rot-Grün käme, wäre die gesamte aussenpolitische Stabilität Deutschlands infrage gestellt.»

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