Opposition

    Kosovos Ministerpräsident Kurti rechnet mit Gang in die Opposition

    DPA
    DPA

    Planet Erde,

    Der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti befürchet, durch einen anderen Ministerpräsidenten ersetzt zu werden. Dies könnte zu Bürgerprotesten führen.

    Misstrauensvotum
    Albin Kurti (M) ist neu gewählter Ministerpräsident des Kosovo. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ministerpräsident Albin Kurti rechnet damit, ersetzt zu werden.
    • Dies könnte zu Bürgerprotesten führen und das Land destabilisieren.

    Der geschäftsführende kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti rechnet nach dem Misstrauensvotum gegen seine linke Reformregierung mit dem Gang in die Opposition. «Es kann sein, dass ich in dieser Woche durch einen anderen Ministerpräsident ersetzt werde». So sagte er am Montag in einer Online-Pressekonferenz. Dies könnte zu Bürgerprotesten führen und das Balkanland destabilisieren, fügte er hinzu. 

    Staatspräsident Hashim Thaci hatte mitgeteilt, dass er Kurtis abtrünnig gewordenem Koalitionspartner LDK den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen werde. Die in Pristina erscheinende Tageszeitung «Koha Ditore» (Montag-Ausgabe) schrieb, dass dies bereits am Dienstag der Fall sein könnte.

    Bürger hatten genug von korrupter Herrschaft

    Um eine Regierung zu bilden, will sich LDK-Chef Isa Mustafa mit Parteien zusammentun, die zusammen mit Thacis PDK regiert hatten. Der Sieg Kurtis bei den Parlamentswahlen wurde darauf zurückgeführt, dass die Bürger genug hatten von der jahrelangen korrupten Herrschaft Thacis. Und der anderen, aus den Milizen des anti-serbischen Aufstands 1998/99 hervorgegangenen Parteien.

    kosovo
    Albin Kurti ist Ministerpräsident von Kosovo. - keystone

    «Der Präsident (Thaci) ist entschlossen, die Verfassung zu verletzen, um eine Koalitionsregierung der (Wahl-)Verlierer zu ermöglichen», meinte Kurti. Für den Absprung der LDK aus seiner Koalition machte er den US-Sonderbeauftragten Richard Grenell verantwortlich. «Mein Koalitionspartner ist unter seinem Druck eingeknickt», sagte er. 

    Friedensabkommen mit Serbien

    Grenell wolle das fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Kosovo auf die Schnelle dazu zwingen, ein Friedensabkommen mit Serbien zu unterzeichnen. Dem Weissen Haus solle damit im Jahr der Präsidentenwahl ein aussenpolitischer Erfolg verschafft werden. Weil er gegen einen «schädlichen» Deal sei, wolle ihn Grenell aus dem Amt haben, sagte Kurti.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Raser
    23 Interaktionen
    Bern
    Albin Kurti
    17 Interaktionen
    Von Albin Kurti
    albin kurti kosovo
    160 Interaktionen
    Schock im Kosovo
    Selbstwert
    Arbeit

    MEHR IN NEWS

    noten
    2 Interaktionen
    Laut neuer Studie
    Mikroplastik
    9 Interaktionen
    Umweltbelastung
    Politiker AKW Diskussion
    162 Interaktionen
    «Milliarden gekostet»

    MEHR OPPOSITION

    Tschechien
    1 Interaktionen
    Prag
    1 Interaktionen
    Prag

    MEHR AUS PLANET ERDE

    Axpo
    3 Interaktionen
    Suhr AG
    2 Interaktionen
    Niederteufen AR
    3 Interaktionen
    Wangen SZ