Der niederländische Pegida-Chef Edwin Wagensveld hatte in Den Haag öffentlich einen Koran zerrissen. Die türkische Regierung lässt nun den Botschafter antraben.
Ramadan in Dubai
Ein Mann liest im Koran (Symbolbild) - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Edwin Wagensveld, der niederländische Pegida-Chef, hatte öffentlich einen Koran zerrissen.
  • Das türkische Aussenministerium spricht von einem «niederträchtigen Angriff».

Die türkische Regierung hat den niederländischen Botschafter einbestellt. Sie reagierte damit am Dienstag auf eine Aktion des niederländischen Pegida-Chefs Edwin Wagensveld, der am Sonntag in Den Haag öffentlich einen Koran zerrissen haben soll. Einen «niederträchtigen Angriff» auf «unser heiliges Buch», nannte das türkische Aussenministerium die Aktion in einer Mitteilung.

Kurz zuvor hatte eine Aktion von Rechtsextremen in Schweden, bei der ein Koran verbrannt wurde, international scharfe Kritik nach sich gezogen. Ankara hatte dies zum Anlass genommen, das vorläufige Veto zum Nato-Beitritt Schwedens zu erneuern.

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