Ein kleiner Junge erreichte in einem Schlepperboot Lampedusa. Keiner der anderen Passagiere kannte den nicht mal einjährigen Knaben.
Lampedusa
Ein junger Flüchtling erreichte ohne Angehörige in Lampedusa. (Symbolbilder) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein auf weniger als einjährig geschätzter Junge kam ohne Begleitung in Lampedusa an.
  • Keiner der anderen Flüchtlinge auf dem Boot gab an, ihn zu kennen.

In den letzten Tagen sind auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa rund 500 Migranten angekommen. Unter ihnen auch ein Kleinkind ohne Eltern oder Begleitung. Laut der italienische Zeitung «La Repubblica» wird das Alter des Knaben auf weniger als 12 Monate geschätzt.

Dem Bericht zufolge kam er auf einem Boot mit rund 70 Männern an. Keiner davon kannte laut eigenen Angaben den kleinen Knaben. Er soll die gefährliche Reise ohne Eltern oder Verwandte überlebt haben.

Lampedusa
In Lampedusa kommen immer wieder überfüllte, schlecht gewartete Schlepperboot an. - Keystone

Die Eltern seien an der Überfahrt gehindert worden, mutmasst der Bericht. Sie hätten den Jungen dann auf das Schlepperboot gebracht, in der Hoffnung, dass er es nach Italien schafft. Dies ist ihm gelungen. Doch seine Geschichte und sein Name bleiben unbekannt.

Die Reise über das Mittelmeer in häufig schlecht gewarteten Schlepperbooten endet nicht selten tödlich. Laut der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr bereits rund 1340 Flüchtlinge ums Leben gekommen.

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