Klingbeil: Aussenpolitik-«Manifest» kein persönlicher Angriff

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die SPD ringt um ihre aussenpolitische Haltung. Dass Deutschland stark in Verteidigung investiert, stösst manchen auf. Parteichef Klingbeil positioniert sich klar.

    Pressekonferenz zur Sitzung des Stabilitätsrats
    Klingbeil betonte: Mit ihm werde es keine Kehrtwende in der Ukraine-Politik geben. - dpa

    Der deutsche SPD-Chef Lars Klingbeil wertet das aussenpolitische «Manifest» prominenter Sozialdemokraten nicht als Attacke auf ihn selbst. «Ich bin weit davon weg, politische Debattenbeiträge als persönlichen Angriff auf mich zu sehen», sagte der Vizekanzler in Berlin. Die SPD sei eine Partei, die mit sich ringe und diskutiere. «Wenn wir mal nicht einer Meinung sind, dann macht uns das nicht gleich zu Gegnern», sagte Klingbeil.

    Zugleich betonte der Parteichef, inhaltlich teile er die Meinung der Autoren des Grundsatzpapiers nicht. Es habe zuletzt viele diplomatische Bemühungen gegeben, den Ukraine-Krieg zu beenden. Der russische Präsident Wladimir Putin lasse sich darauf aber nicht ein.

    Neuausrichtung der deutschen Verteidigungspolitik gefordert

    «Es wird, das will ich sehr klar sagen, mit mir keine Kehrtwende geben bei der Unterstützung der Ukraine», betonte Klingbeil. «Militärische Stärke auf der einen Seite und diplomatische Bemühungen auf der anderen Seite, sind keine Gegensätze, sondern das sind zwei Seiten einer Medaille.»

    Prominente SPD-Politiker hatten in einem Grundsatzpapier eine Neuausrichtung der deutschen Verteidigungspolitik und direkte Gespräche mit Russland gefordert. Sie wandten sich zudem gegen eine Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland und gegen die Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf 3,5 oder 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #9912 (nicht angemeldet)

    Wieso ist das Bild rot?

    User #2999 (nicht angemeldet)

    Ein Kanzlerkandidat der D verkauft. Armes Deutschland.

    Weiterlesen

    klingbeil krieg iran
    9 Interaktionen
    Kompromiss

    MEHR IN NEWS

    Geschäft
    Ein Drittel mehr
    auto
    14 Interaktionen
    Nachfrage steigt
    Christa Pike (50)
    Hinrichtungs-Panne

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Timmy
    Millionen-Klage
    8 Interaktionen
    Unna/Hagen
    Audi
    27 Interaktionen
    Allrounder
    Skoda Kamiq
    7 Interaktionen
    Problem mit Lenkung