Kinderwagen-Ausflug in Bergen: 36 Personen gerettet
Am Sonntag musste die Österreichische Bergrettung mehreren Familien zu Hilfe eilen. Sie hatten sich mit einem Kinderwagen im hochalpinen Raum verirrt.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei Sölden im Tirol musste die österreichische Bergrettung am Wochenende ausrücken.
- Insgesamt 36 Personen – eine Gruppe aus mehreren Familien – hatte sich am Berg verirrt.
- Auf über 2000 Metern hatten sie mehrere Kleinkinder und einen Kinderwagen dabei.
Bei einer spontanen Wanderung auf mehr als 2300 Metern über dem Meeresspiegel sind in Österreich drei Familien in Bergnot geraten.
Die Familien waren mit Kleinkindern unterwegs. Und hatten gar einen Kinderwagen im hochalpinen Gelände dabei.
Wie die Tiroler Polizei am Montag mitteilte, hatten Rettungskräfte am Vortag insgesamt 36 Personen aus hochalpinem Gelände geborgen. Die befreundeten Familien seien kurzfristig von der Bergstation der Wildspitzbahn bei Sölden zu einer Wanderung aufgebrochen.
Die Ausrüstung der Gruppe mit Erwachsenen, Jugendlichen und mehreren Kleinkindern sei «gleich null» gewesen. Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Familien erhalten Rechnung für die Rettung
Die Personen stammten demnach aus Belgien, Grossbritannien, den Vereinigten Staaten und Österreich.
Während der Wanderung gerieten die Familien mehrfach in unwegsames und risikoreiches Gelände und kamen teilweise vom markierten Weg ab. Schliesslich setzten zwei Mitglieder der Gruppe einen Notruf ab.
Zwei Rettungshubschrauber stiegen auf, um die Wanderer aus ihrer Notlage zu befreien. Mit den Helikoptern wurden 14 Personen geborgen, vier davon mittels Seil. Weitere 22 Personen wurden von Bergrettern zu Fuss ins Tal gebracht.
Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die offenbar nicht bergerfahrenen Wanderer würden eine Rechnung zur Bezahlung des Einsatzes erhalten, sagte der Polizeisprecher.















