Die als besorgniserregend eingestufte Virusvariante Omikron hat in Grossbritannien ein erstes Menschenleben gefordert. Noch sind die genauen Umstände allerdings unklar.
Premierminister Boris Johnson beim Besuch des Stow Health Vaccination Centre in London. Foto: Jeremy Selwyn/Evening Standard/PA Wire/dpa
Premierminister Boris Johnson beim Besuch des Stow Health Vaccination Centre in London. Foto: Jeremy Selwyn/Evening Standard/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Grossbritannien hat die Omikron-Variante des Coronavirus ein erstes Todesopfer gefordert.

«Omikron sorgt für Krankenhauseinlieferungen, und traurigerweise gibt es mindestens einen bestätigten Todesfall mit Omikron», sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag in London beim Besuch eines Impfzentrums.

Man könne sich also nicht auf die Hoffnung verlassen, dass Omikron nur für milde Verläufe sorge, sondern müsse anerkennen, wie schnell sich die Mutante verbreite. Johnson warb dafür, schnellstens Angebote für Booster-Impfungen in Anspruch zu nehmen.

Nach der starken Ausbreitung in Südafrika hatte es zunächst die Hoffnung gegeben, die neue, wohl hochansteckende Variante könne womöglich mildere Verläufe hervorrufen als die bisher bekannten. Allerdings ist der Altersdurchschnitt in Südafrika auch deutlich niedriger als in vielen westlichen Ländern. Zur Schwere der Verläufe bei Omikron laufen derzeit etliche wissenschaftlichen Untersuchungen, bestätigte Ergebnisse gibt es noch kaum.

Premier Johnson warb vor einer Abstimmung im Parlament über die Verschärfung der englischen Corona-Massnahmen um Vertrauen. Etliche Hinterbänkler seiner eigenen Partei haben Widerstand angekündigt, der Rückhalt für Johnson schwindet - auch wegen der Vorwürfe wegen mutmasslich illegaler Weihnachtspartys in der Downing Street. Eine Mehrheit für die Verschärfung wird es voraussichtlich trotzdem geben, da die oppositionelle Labour-Partei ihre Zustimmung angekündigt hat.

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