Mutter

Italiener verkleidet sich als tote Mutter und kassiert ihre Rente

Gelöschtes Konto
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Italien,

Ein 57-jähriger Italiener versteckte drei Jahre lang seine tote Mutter und strich deren Rente ein. Seine Verkleidung flog im Rathaus auf.

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Der Mann erschlich sich erhebliche Geldsummen. - Depositphotos

Ein 57-jähriger Pfleger entwickelte eine makabre Strategie, um nach dem Ableben seiner Mutter deren Altersbezüge zu erhalten. Drei Jahre lang gelang es dem Mann aus Italien, die örtlichen Behörden durch eine ausgeklügelte Verkleidung zu hintergehen.

Hast du schon einmal eine ähnlich kuriose Geschichte gehört?

Er hatte offenbar keine Bedenken, das Andenken seiner toten Mutter für finanzielle Vorteile zu missbrauchen. Seine Täuschung funktionierte so lange, bis ein bürokratischer Vorgang sein Schicksal besiegelte.

Italiener gibt sich als seine Mutter aus: Der entscheidende Fehler

Die Notwendigkeit, den abgelaufenen Personalausweis seiner verstorbenen Mutter zu verlängern, zwang den Mann zu einem riskanten Schritt. Er erschien im Rathaus, ausgestattet mit Perücke, Lippenstift und weiblicher Kleidung, um sich als seine 85-jährige Mutter auszugeben.

Die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamts schöpften laut dem «Corriere della Sera» jedoch sofort Verdacht, da die Verkleidung nicht überzeugend genug war. Besonders auffällig war, dass die angebliche Rentnerin mit einem Auto vorgefahren war, obwohl sie keinen Führerschein besass.

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Der Mann und seine tote Mutter: Eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen. - X/@Tg1

Der Bürgermeister Francesco Aporti beschrieb später, dass der zu grosse Hals und die unnatürlichen Falten die Tarnung verrieten. Am nächsten Tag wurde der Betrüger unter einem Vorwand erneut ins Amt bestellt, wo bereits die Polizei wartete.

Die grausige Entdeckung: Tote Mutter im Wohnhaus gefunden

Die tote Mutter wurde bei einer Durchsuchung im Wohnhaus des Mannes gefunden. Die Experten vermuten, dass der Sohn seine medizinischen Kenntnisse nutzte, um den Verwesungsprozess zu verhindern.

Die Leiche war an einer Wand im Wohnzimmer positioniert und durch Flüssigkeitsentzug mumifiziert worden. Eine Obduktion soll nun die genauen Todesumstände klären.

Die Staatsanwaltschaft geht laut der «Bild» davon aus, dass die Frau bereits 2022 eines natürlichen Todes starb. Der Betrug konnte so lange unentdeckt bleiben, weil der Sohn ein zurückgezogenes Leben führte und kaum sozialen Kontakt hatte.

Rechtliche Konsequenzen und Schadenshöhe

Der beschuldigte Mann muss sich nun wegen Verbergens einer Leiche, Betrugs und Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Über den dreijährigen Zeitraum erschlich er sich dem «Focus» zufolge Rentenzahlungen in Höhe von fast 57'000 Euro.

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Einsatzkräfte fanden die tote Mutter im Wohnhaus des Mannes. Ihm droht nun eine Strafe. - keystone

Die italienische Justiz wird den Fall nun aufarbeiten, wobei dem Angeklagten empfindliche Strafen drohen. Seine betrügerischen Handlungen richteten sich direkt gegen staatliche Institutionen und das Sozialsystem.

Ähnliche Fälle von Rentenbetrug durch Verbergen von Leichen sind in Italien bereits mehrfach aufgetreten. Die Behörden prüfen nun, ob ihre Kontrollmechanismen verschärft werden müssen.

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