Bei der Parlamentswahl auf Island zeichnet sich trotz Verlusten für die Partei von Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir eine Mehrheit für die bisherige Regierungskoalition ab.
KatrÌn JakobsdÛttir, Ministerpr‰sidentin von Island, spricht nach ihrer Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen mit Journalisten. Foto: Arni Torfason/AP/dpa
KatrÌn JakobsdÛttir, Ministerpr‰sidentin von Island, spricht nach ihrer Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen mit Journalisten. Foto: Arni Torfason/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Arni Torfason

Das Wichtigste in Kürze

  • In Island wird die Regierungskoalition voraussichtlich die Mehrheit halten können.
  • Jakobsdóttirs Links-Grüne Bewegung dürfte mehrere Prozentpunkte verlieren.

Erste Teilergebnisse aus den einzelnen isländischen Regionen deuteten in der Nacht zum Sonntag darauf hin, dass Jakobsdóttirs Links-Grüne Bewegung mehrere Prozentpunkte verliert, während der kleinere ihrer beiden Bündnispartner, die bäuerlich-liberale Fortschrittspartei, zulegen kann.

Stärkste Kraft dürfte demnach erneut die ebenfalls in der Koalition befindliche konservative Unabhängigkeitspartei des Finanzministers und Ex-Regierungschefs Bjarni Benediktsson werden. Das isländische Parlament Althing - eines der ältesten Parlamente der Welt - hat 63 Sitze. 32 sind somit für eine Mehrheit notwendig. Ein Endergebnis der Wahl dürfte erst am Sonntagmorgen feststehen.

Die Nordatlantik-Insel Island mit ihren rund 360'000 Einwohnern wird seit vier Jahren von Jakobsdóttir regiert. Die Chefin der Links-Grünen war nach der letzten Parlamentswahl 2017 mit der Unabhängigkeitspartei und der Fortschrittspartei eine ungewöhnliche Koalition über die politische Mitte hinweg eingegangen. Umfragen hatten vorab darauf hingedeutet, dass es knapp werden könnte mit einer erneuten Mehrheit für diese drei Parteien.

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