Ramadan

    Islamwissenschaftler Ramadan soll in Paris 18 Jahre hinter Gitter

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    In Paris hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren gegen den Genfer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan gefordert. Der Fall wird vor dem Pariser Strafgericht wegen Vergewaltigung von drei Frauen in Abwesenheit und unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt, wie eine Justizquelle mitteilte.

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    18 Jahre Haft drohen dem Islamwissenschaftler Tariq Ramadan. (Symbolbild) - keystone

    Der Generalstaatsanwalt beantragte zudem einen Haftbefehl gegen Ramadan sowie ein dauerhaftes Einreiseverbot nach Frankreich nach Verbüssung der Strafe. Der Prozess begann am 2. März, doch Ramadan erschien nicht vor Gericht. Seine Anwälte erklärten, er sei zwei Tage zuvor in Genf wegen eines Schubs seiner Multiplen Sklerose hospitalisiert worden.

    Vom Gericht eingesetzte Experten kamen jedoch zum Schluss, dass sich die Krankheit in stabilem Zustand befinde. Es gebe keine Anzeichen für einen aktuellen Schub. Ramadan sei daher verhandlungsfähig und hätte vor Gericht erscheinen können.

    Der 63-Jährige wurde auch in der Schweiz wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt. Im Sommer 2025 wies das Bundesgericht einen Rekurs Ramadans gegen das Urteil des Genfer Kantonsgerichts ab.

    Die Richter waren zum Schluss gekommen, dass der Islamwissenschaftler der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung einer Frau schuldig sei, mit der er im Oktober 2008 in einem Genfer Hotel zusammengekommen war. Sie verurteilten Ramadan zu drei Jahren Gefängnis, davon eines auf Bewährung.

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