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    Interpol warnt vor neuen Kriminalitätsformen online

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    Frankreich,

    Virtuelle Welten und künstliche Intelligenz konfrontieren die Polizei mit neuen Tatorten. Dafür müssten Fahnder sich rüsten, meint die Polizeiorganisation Interpol. Sie sieht aber auch Chancen.

    Laut Interpol bleibt die internationale Zusammenarbeit wichtig, um eine wirksame Antwort auf die sich entwickelnde Kriminalitätslandschaft zu finden.
    Laut Interpol bleibt die internationale Zusammenarbeit wichtig, um eine wirksame Antwort auf die sich entwickelnde Kriminalitätslandschaft zu finden. - Matthias Balk/dpa

    Die zunehmende Verbreitung digitaler Welten stellt Fahnder nach Einschätzung der internationalen Polizeiorganisation Interpol vor eine grosse Herausforderung. Virtuelle Welten könnten sich über die Zuständigkeit der Justizbehörden mehrerer Länder erstrecken, während die dazugehörigen Systeme und Geräte komplex und uneinheitlich seien, erklärte Interpol in einer auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgelegten Studie.

    Die Polizei könne mit virtuellen Tatorten konfrontiert werden, an denen es keine physischen Beweise zu sammeln gebe, sondern nur digitale Interaktionen mit virtuellen Vermögenswerten wie etwa Kryptowährungen. Solche Online-Umgebungen seien dynamisch, was bedeutet, dass Beweise leicht verschwinden oder verändert erscheinen könnten, so Interpol. Nichtsdestotrotz böten digitale Welten auch Möglichkeiten für die Strafverfolgung, die von Simulationen und virtueller Tatortsicherung bis hin zu virtuellem Training reichten.

    Kriminelle Landschaft zunehmend komplexer

    Interpol mahnte in der Studie die Notwendigkeit an, dass Fahnder und Spezialisten für digitale Forensik und das Justizsystem die virtuelle Welt und die damit verbundene Technologie verstehen müssten. Dies sei erforderlich, um die Sicherheit der virtuellen Umgebung zu gewährleisten und die Rechte des Einzelnen dort zu schützen.

    «Das Aufkommen leistungsfähiger Technologien wie des Metaverse macht die kriminelle Landschaft zunehmend komplexer und länderübergreifend und stellt die Strafverfolgungsbehörden vor neue Herausforderungen», sagte der Generalsekretär der im französischen Lyon sitzenden Organisation, Jürgen Stock. «Wir sehen, dass das Metaverse und künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten für kriminelle Aktivitäten bieten, auf die die Welt nicht vollständig vorbereitet ist.» Wichtig bleibe die internationale Zusammenarbeit, um eine wirksame Antwort auf diese sich entwickelnde Kriminalitätslandschaft zu finden.

    Interpol ist mit 196 Mitgliedsstaaten die weltgrösste Polizeiorganisation und koordiniert internationale Polizeizusammenarbeit. Ihr Vorgänger wurde 1923 in Wien gegründet. Über Interpol tauschen Staaten unter anderem Informationen zu gesuchten Personen aus.

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