25 Pferde im Jura sterben wegen giftiger Baum-Früchte
Im Jura und Berner Jura sind 25 Pferde an atypischer Myopathie gestorben. Sie assen offenbar Früchte mit einem gefährlichen Giftstoff.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Kanton Jura und im Berner Jura sind 25 Pferde an atypischer Myopathie gestorben.
- Weitere 15 Pferde werden derzeit notfallmässig in Tierkliniken behandelt.
- Ursache sind vermutlich giftige Früchte des Bergahorns auf den Weiden.
Im Kanton Jura und im Berner Jura sind in den vergangenen Tagen 25 Pferde an sogenannter atypischer Myopathie gestorben. Sie haben offenbar Früchte des Bergahorns gefressen. Diese enthalten einen Giftstoff, der mit der Krankheit in Verbindung steht.
15 weitere Pferde werden notfallmässig in Kliniken behandelt. Das sagte Züchter Mario Gandolfo aus Fregiécourt JU am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Der «Quotidien Jurassien» und «Radio Fréquence Jura» haben bereits über das Massensterben berichtet.
Trockenheit und Wind begünstigen Ausbruch
Die Pferde müssten unbedingt von der Weide geholt und in den Stall gebracht werden, betonte Züchter Gandolfo.
Er habe mit anderen Züchtern eine Initiative gestartet, um Erkrankungen und Todesfälle zu erfassen. Zudem will er Pferdebesitzerinnen und -besitzer warnen.
Die Krankheit betrifft die Muskulatur und ist seit langer Zeit bekannt. Sie bricht aber nicht jedes Jahr so stark aus.
Dieses Jahr blieben die Pferde aufgrund der Trockenheit und wegen Futtermangels länger auf den Weiden. Die starken Winde der vergangenen Tage haben die Früchte verstreut.
Ein derartiger Ausbruch zieht auch wirtschaftliche Folgen nach sich. Weil die Krankheit nicht ansteckend ist, werden durch sie entstandene Verluste nicht durch die kantonale Tierseuchenkasse gedeckt.


















